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Die aktuelle Bewerbungsrunde

Die Bewerbungsrunde für ein Stipendium in den Jahren 2011 bis 2013 im Programm art, science & business und im Künstlerprogramm begann am 1. Juli 2010.

Für das Programm art, science & business können sich Personen aus den Bereichen der Geisteswissenschaften (inkl. Sozialwissenschaften), der Rechtswissenschaft/Arbeitsrecht sowie der Wirtschaft/Wirtschaftswissenschaften für ein Anwesenheitsstipendium bewerben. Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien wird von dem zuständigen Fachjuror getroffen.

Die Juroren im Programm art, science & business sind: Patricia Falguières (Geisteswissenschaften), Halton Cheadle (Rechtswissenschaft/Arbeitsrecht) und Bernardo Gouthier-Macedo (Wirtschaft/Wirtschaftswissenschaften).

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2010 (Poststempel).
Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen können zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2010 nur über die Bewerbungswebseite der Akademie Schloss Solitude http://bewerbung.akademie-solitude.de angefordert werden.


Schwerpunktthema
Im Rahmen des Programms art, science & business legt die Akademie alle zwei Jahre ein neues Schwerpunktthema fest. Hierzu werden im Bereich art, science & business Stipendiaten ausgewählt, Veranstaltungen organisiert und Publikationen veröffentlicht. Die Teilnahme an Projekten zum Schwerpunktthema steht allen Künstlern (Stipendiaten der Akademie) offen, für Stipendiaten des Programms art, science & business ist sie verpflichtend.

Auf Anregung der diesjährigen Juryvorsitzenden Corinne Diserens wird sich die Akademie von Herbst 2011 bis Sommer 2013 dem Thema »Arbeit ohne Eigenschaften« widmen.

Seit dem Beginn des Spätkapitalismus und dem damit einhergehenden Ende der »Ethik der Dauer«, die als Fundament des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer betrachtet wurde, erlebt man einerseits den Verlust sozialer Bindungen und andererseits das Aufkommen neuer Kommunikationsstrategien innerhalb homogener sozialer Gruppen. Es geht heutzutage vorwiegend darum, wie es der Soziologe Richard Sennett erklärt, Beziehungen unter Individuen aufzubauen, die sich nicht mehr auf eine stabile Organisation der Arbeitswelt stützen können.

Die Akademie möchte mit diesem Thema in den Jahren 2011 bis 2013 eine möglichst weitreichende interdisziplinäre Diskussion anstoßen zu den Folgen des Wandels der Arbeitsorganisation in der zeitgenössischen Gesellschaft. Sie richtet sich damit sowohl an Juristen, Soziologen, Ökonomen, Philosophen und Anthropologen wie auch an Künstler aller Disziplinen.


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