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| Leitidee Sommerakademie | ||||||
![]() Chaya Czernowin, 2007 |
![]() Meisterklasse 2007 |
![]() James Avery, 2007 |
![]() Abschlusskonzert 2007 | |||
| Internationale Meisterklasse für junge Komponisten Im zweijährigen Rhythmus veranstaltet die Akademie Schloss Solitude seit 2003 eine Meisterklasse für junge Komponistinnen und Komponisten. Die vierte Sommerakademie findet vom 7.-23. (Abreise am 24.) August 2009 statt. Die Arbeit und Diskussionen über die Kompositionen der siebzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie kompositorisches Denken stehen im Mittelpunkt der Sommerakademie, ebenso wie individueller Unterricht, Gruppenarbeit und abendliche Präsentationen der Komponisten vor der Gruppe. Gegen Ende der Meisterklasse arbeiten die Kursteilnehmer mit dem Freiburger Ensemble SurPlus zusammen, um zwei öffentliche Konzerte mit ihren Werken aufzuführen. Ebenso werden Musikanalysen mit den Dozenten, Workshops über Notation und Aufführungspraxis mit SurPlus Mitgliedern und Gastpräsentationen angeboten. Dieser Kurs bietet für die Teilnehmer ein stimulierendes Umfeld im Naherholungsgebiet um Akademie Schloss Solitude und gibt ihnen die seltene Möglichkeit, sich intensiv untereinander, mit den drei Dozenten und mit Künstlern anderer Kunstsparten, den Stipendiaten der Akademie, auszutauschen. Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi sind feste Lehrkräfte der Sommerakademie. Als weitere Dozenten sind dieses Mal Mark Andre und Claus-Steffen Mahnkopf zu Gast. Gebühren: 800 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung). In Einzelfällen können Stipendien oder Teilstipendien vergeben werden. Mit der freundlichen Unterstützung des Harvard Music Department, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und der Art Mentor Foundation Lucerne. |
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| Dozenten: Chaya Czernowin, Steven Kazuo Takasugi, Mark Andre, Claus-Steffen Mahnkopf Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi sind als feste Lehrkräfte für die Sommerakademie vorgesehen, um der Meisterklasse Beständigkeit in ihrer methodischen und inhaltlichen Ausrichtung zu geben. Stets wechselnde weitere Dozenten sollen die Basis für einen abwechslungsreichen Austausch zwischen den Lehrkräften und den Kursteilnehmern bilden. Für die Meisterklasse 2009 werden Mark Andre und Claus-Steffen Mahnkopf als weitere Dozenten lehren. |
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| Dozentenkurzbiographien: Chaya Czernowin Wurde 1957 in Haifa/Israel geboren und studierte bis 1982 Komposition an der Tel Aviv Academy of Music. Es folgten Stipendien und Studienaufenthalte in Berlin, Japan und den USA, während derer Chaya Czernowin ihre musikalische Sprache und Gedanken entwickelte. Sie lehrte Komposition am Yoshiro Irino Institute, JML, Tokio, Japan und bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik 1990-1998 und 2004 und unterrichtete zahlreiche Meisterklassen in Europa, den USA, Israel, Japan und Korea. 1996 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude. 1997-2006 war Chaya Czernowin Professorin für Komposition an der University of California, San Diego (UCSD). Für die Münchener Biennale 2000 schrieb sie die Oper »Pnima...ins innere«. Dieses Werk basiert auf der Erzählung »Momik« von David Grossman und thematisiert auf eindringliche Weise die Last der individuellen Erinnerungen an das Entsetzen des Holocaust und die Schwierigkeit des Gesprächs zwischen den Generationen. Das Werk wurde mit dem Bayerischen Theaterpreis und von der Zeitschrift Opernwelt als »Beste Uraufführung des Jahres« ausgezeichnet. Neben zahlreichen weiteren Preisen erhielt Czernowin im Jahr 2003 einen Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2004 einen Förderpreis der Rockefeller Foundation in Form zweier Porträtkonzerte in New York. Kürzlich wurde sie als Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin ausgewählt. Als »Composer in Residence« wurde Czernowin 2004 nach Dresden und Darmstadt eingeladen. 2006 wurde sie beauftragt, für die Salzburger Festspiele eine kompositorische Ergänzung zu Mozarts Oper »Zaïde« zu schaffen. Derzeit arbeitet Czernowin an einem abendfüllenden Projekt mit sechs ihrer ehemaligen Schüler am UCSD. Die Gemeinschaftskomposition wurde innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren erarbeitet und von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Es wird in Donaueschingen, Stuttgart und Wien zu hören sein. Seit dem Studienjahr 2006/2007 ist Czernowin als Professorin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien tätig. Im Herbst 2009 tritt sie eine Professur für Komposition an der Harvard University an. |
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| Steven Kazuo Takasugi Wurde 1960 in Los Angeles geboren und studierte Komposition bei Noah Creshevsky, Bunita Marcus, Morton Feldman, Brian Ferneyhough, Joji Yuasa und Roger Reynolds sowie Computermusik bei Charles Dodge, F. Richard Moore und Harold Cohen. Den Master und die Promotion schloss er an der University of California, San Diego ab und war Stipendiat an Künstlerprogrammen in Japan, Deutschland, Frankreich, Israel und den USA. Seine Kompositionen wurden weltweit präsentiert und er gewann zahlreiche Preise. Steven Kazuo Takasugi hält regelmäßig Vorträge und schreibt Artikel über Neue Musik und Ästhetik. Er unterrichtete Komposition an der University of California, San Diego, dem Califorina Institute of the Arts, dem Kunitachi College of Music sowie in zahlreichen Meisterklassen weltweit. 2009 tritt Takasugi als Associate am Music Department der Harvard University an und übernimmt die Leitung der Harvard Summer Master Courses in New Music Composition. Er ist einer der Gründungsherausgeber des »Search Journal for New Music and Culture«, einer renommierten Fachzeitschrift mit einem Schwerpunkt auf der Komposition Neuer Musik. Takasugi lebt und arbeitet derzeit in Wien. |
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| Mark Andre Wurde 1964 in Paris geboren und studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre, musikalische Analyse sowie im musikalischen Forschungsbereich u. a. bei Claude Ballif und Gérard Grisey. Er promovierte 1994 in Musikwissenschaft. Ein Stipendium des französischen Außenministeriums ermöglichte Andre von 1993 bis 1996 ein weiterführendes Studium bei Helmut Lachenmann an der Hochschule für Musik in Stuttgart; dieses schloss er mit dem »Großen Kompositionsexamen« ab. Mark Andre erhielt vielfältige Auszeichnungen und Stipendien: 2008 bekam Mark Andre den Förderpreis des Berliner Kunstpreises der Akademie der Künste, Berlin und im Jahr 2007 den Produktionspreis des Giga-Hertz-Preises für elektronische Musik und den Orchesterpreis der Donaueschinger Musiktage für die Komposition »...auf...« III durch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Außerdem erhielt er 2006 den Christoph und Stefan Kaske Kompositionspreis. 2004 komponierte er das »Musiktheater in drei Teilen« mit dem Titel »...22, 13...« für die Musikbiennale München und für das Staatstheater Mainz. 2002 erhielt Mark Andre den Kompositionsförderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2001 erhielt er den Kompositionspreis der Oper Frankfurt für die Komposition »...das O...« und ein Stipendium der Oper Frankfurt. In den Jahren 1998 bis 2000 hielt er sich in der Villa Medici in Rom auf. 1997 erhielt er sowohl ein Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR in Freiburg, als auch ein Stipendium des SWR und der Stadt Baden-Baden. 1997 bekam Mark Andre den 1. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbs Stuttgart. 1996 war Mark Andre Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, er erhielt außerdem ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und den Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt für seine Stücke »un-fini I« und »le loin et le profond«. Im gleichen Jahr belegte er auch einen Meisterkurs bei Wolfgang Rihm. Für das Jahr 2009 plant der Komponist den als Triptychon konzipierten Zyklus »...auf...«, für großes Orchester, erstmals in einer Gesamtaufführung vorzustellen. Der Zyklus besteht aus Werken, die autonom aufgeführt und gehört werden können, obwohl sie als übergreifendes Ganzes konzipiert sind; geplant ist die Aufführung für Berlin, weitere folgen in Brüssel und Paris. Derzeit hat Mark Andre Lehraufträge am Conservatoire National in Straßburg sowie an der Musikhochschule Frankfurt inne. Er lebt in Berlin. |
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| Claus-Steffen Mahnkopf Wurde 1962 in Mannheim geboren und studierte ab 1984 Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Frankfurt; sein Kompositionsstudium absolvierte er bei Brian Ferneyhough. Ab 1987 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Klaus Huber, Emmanuel Nunes, Peter Förtig und James Avery. 1989 schloss er sein Philosophiestudium bei Jürgen Habermas und sein Soziologiestudium bei Ludwig von Friedeburg ab, 1992 in Komposition und Theorielehre. 1993 promovierte Mahnkopf in Philosophie in Frankfurt am Main. Seit 1988 hatte er folgende Lehraufträge inne: Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig (2003–2005); Staatliche Hochschule für Musik Freiburg (1992–1996 und 2002–2003); Universität Freiburg (1990–1995); Darmstädter Ferienkurse (1988–1994). Claus-Steffen Mahnkopf erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. 2005–2009 ist er Juror des Stuttgarter Kompositionspreises. Er war mehrmals Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR (2003, 1998 und 1991). 2001 begann er seine Arbeit am dortigen Experimentalstudio. 1998/1999 hielt er sich in der Villa Massimo Rom auf. 1998 erhielt er auch den Siemens-Förderpreis. 1995/1996 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, 1994 Baldreit-Stipendiat der Stadt Baden-Baden. 1991 war Mahnkopf composer in residence an der Staatsoper Hamburg. 1990 war er Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg und erhielt den Gaudeamus Prize für sein Werk »Interpénétrations«. Seit 2005 ist Claus-Steffen Mahnkopf Herausgeber der Schriftenreihe »sinefonia« und seit 1997 Herausgeber der Zeitschrift »Musik und Ästhetik«. 2006 ist sein Buch »Kritische Theorie der Musik« erschienen. In den Jahren 2004 bis 2006 war Claus-Steffen Mahnkopf künstlerisch-wissenschaftlicher Berater des »Festivals der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik« (IGNM-Festival). 2002 gründete er die Buchreihe »New Music and Aesthetics in the 21st Century«. 2000 kam sein Werk »Angelus Novus« auf der Biennale München zur Aufführung. Umfangreiches Werk aller Gattungen und Aufführungen weltweit. Wichtige Uraufführungen in letzter Zeit: »humanized voice« für großes Orchester und »Dritte Kammersymphonie« für Kammerorchester. Arbeitet momentan an »voiced void« für das Vokalensemble des SWR Stuttgart und an »void – un delitto italiano« für die Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Wird exklusiv vertreten durch den Hamburger Verlag Sikorski. Seit 2005 ist Claus-Steffen Mahnkopf Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. |
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| Information: Akademie Schloss Solitude Solitude 3 70197 Stuttgart Deutschland Tel. +49 (0) 711 99 61 94 74 Fax +49 (0) 711 99 61 95 0 Email: summeracademy@akademie-solitude.de |
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| Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg Harvard Music Department Art Mentor Foundation Lucerne |
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