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ART BUSINESS COACHING
05. Dezember 2014

Konzept
Das »Art Business Coaching«, kurz ABC, richtet sich an Akteure aus Kunst, Design, Privatwirtschaft und Verwaltung, die Interesse am interdisziplinären Austausch haben. Als Weiterführung des Projektes »Art Coaching«, das 2013 als »Coaching für Kreative« an der Akademie durchgeführt wurde, bringt das ABC Managerinnen und Kreative in Coaching-Paarungen zusammen und fördert den Dialog über Praxisgrenzen hinweg. Beide Teilnehmenden in der Paarung übernehmen jeweils sowohl die Rolle eines Coaches als auch die eines Coachees. Beide bringen jeweils eine Fragestellung, ein Problem oder ein Projekt ein – und gleichzeitig praktische Erfahrungen aus ihrem angestammten Feld: Kunst und Design auf der einen, wirtschaftliches Problemlösen auf der anderen Seite. 

Mit der Leitidee des »Coaching« ist beim ABC das Ziel verbunden, über einen bloßen Austausch hinauszugehen, indem die Teilnehmer voneinander lernen und dem Gegenüber eine praxisfremde Perspektive auf ihr Tun anbieten. Die mögliche Irritation, die eigene Praxis im Kontext eines anderen Referenzsystems, anderer Handlungsmaßstäbe und möglicherweise anderer Erfolgsmodelle zu betrachten, wird dabei als Gewinn gesehen. Im Idealfall ergibt sich so möglicherweise eine Art »angewandter künstlerischer Forschung« im Sinne der Entstehung von neuem Wirtschaftswissen mittels ästhetischer Kategorien – oder eine relevante Managementperspektive auf handlungspraktische Herausforderungen im Kreativbereich.  

Projektrahmen
Die Coaching-Paare arbeiten über einen Zeitraum von sechs Monaten miteinander. Gegenstand des Coaching ist die einzelne Fragestellung, das spezifische Problem oder das Projektvorhaben, das jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin (egal ob aus Wirtschaft, Kunst, Architektur oder Design) individuell in die Paarung einbringt. Dass sich aus diesen Inputs ein gemeinsames Projekt ergibt, an dem in der Paarung gearbeitet wird, ist möglich, aber kein erklärtes Ziel. Eine Fragestellung der Managerin könnte bspw. sein, wie sie die Kreativität und Innovationsfähigkeit ihrer Organisation fördern kann. Umgekehrt mag sich auf Seite des Kreativen die Frage stellen, wie sich ein konkretes Projekt kommerzialisieren oder ökonomisch nachhaltig verfolgen lässt. Im Idealfall geben die Teilnehmenden Einblick in ihre Arbeitswelten, beispielsweise in Form von Besuchen oder der Hospitanz im jeweiligen Praxiskontext.

Eine Jury aus den Bereichen der Wirtschaft und der Kultur wählt Teilnehmer für die insgesamt drei Kooperationspaare aus. In einem ersten Treffen am 5. Dezember werden die Paare zusammengeführt. Nach drei Monaten Anfang März 2015 ist ein Zwischentreffen sowie nach sechs Monaten Ende Juni ein Abschlusstreffen mit einer Feedbackrunde geplant. Die jeweiligen Treffen finden an der Akademie Schloss Solitude statt. Zwischen diesen Treffen erfolgen in den Coaching-Paaren individuelle Coachings.

Bewerbung
Interessierte aus dem Bereich der Kultur und der Wirtschaft können sich mit einer konkreten Projektidee sowie Lebenslauf und Motivationsschreiben bewerben. Bewerber sollten die Bereitschaft mitbringen, eine Coaching-Beziehung aktiv zu gestalten und sich auf die Logik des jeweils anderen Partners einzulassen.

Bewerbungsschluss ist der 2. November 2014.
Alle Bewerbungsunterlagen sind per E-Mail zu senden an Sophie Ehrmanntraut, set@akademie-solitude.de.

Das Projekt findet statt im Rahmen des Programms art, science & business der Akademie Schloss Solitude und wurde initiiert von Olaf Bach, ehemaliger Stipendiat im Programm art, science & business und Gastprofessor an der Weißensee Kunsthochschule Berlin, und Julia von Leliwa, ehemalige Stipendiatin im Bereich Design und freie Kostümbildnerin.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Sophie Ehrmanntraut
Koordinationsstipendiatin im Programm art, science & business
E-Mail: set@akademie-solitude.de
Tel.:+ 49 (0) 711 99619 134

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