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Elke aus dem Moore kuratiert die 15. Triennale Fellbach Kleinplastik in 2022
Elke aus dem Moore, Foto: Frank Kleinbach
21. Juli 2020

Die Triennale Fellbach Kleinplastik ist seit ihrer Gründung im Jahr 1980 ein international beachtetes Forum für zeitgenössische Skulptur. Als einzige – im Turnus von drei Jahren – wiederkehrende Ausstellung aktueller Kunst im Südwesten Deutschlands spielt die anspruchsvolle und umfangreiche Skulpturen-Schau im bundesweiten Kulturkalender eine herausragende Rolle. In der imposanten Alten Kelter besitzt die Triennale seit dem Jahr 2001 einen Ausstellungsort, der aufgrund von Dimension und Atmosphäre die Besucher in seinen Bann schlägt.

Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Sie gaben den Ausstellungen ihre jeweils eigene kuratorische Handschrift. Während für die Triennale 1 bis 7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Aus der Reihe bisheriger namhafter Kuratoren sei beispielhaft Manfred Schneckenburger (3. Triennale 1986) genannt, der seinerzeit auch die documenta kuratiert hatte. Damit wurde ein Anspruch etabliert, der den folgenden Triennalen Verpflichtung war. Kuratoren der jüngeren Triennalen waren Jean-Christophe Ammann, Ulrike Groos, Angelika Nollert mit Yilmaz Dziewior, Susanne Gaensheimer und schließlich 2019 Brigitte Franzen.

Die kommende 15. Triennale 2022 wird von Elke aus dem Moore kuratiert werden.

Der kuratorische Ansatz Elke aus dem Moores folgt dem Prinzip der Begegnung, des Austauschs und des Dialogs. Die Verschränkung von globalen gesellschaftlichen Fragestellungen mit lokalen Erfahrungen und Praktiken zeitgenössischer Kunst bestimmen die programmatische Ausrichtung ihrer Arbeit. Sie initiierte oft in Kollaboration zahlreiche Ausstellungen, Zusammenkünfte, Konferenzen und Workshops.