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Neuer Stipendiatenjahrgang 2017–2019 ausgewählt
01. Juni 2017

Förderung von 64 KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und digitalen ExpertInnen aus 27 Ländern

Die Akademie Schloss Solitude freut sich, die Namen der 64 Stipendiatinnen und Stipendiaten für den Zeitraum 2017 bis 2019 bekannt zu geben, die von der internationalen Jury unter dem Juryvorsitz von Kaiwan Mehta ausgewählt wurden.

Für das Auswahlverfahren des sechzehnten Solitude-Jahrgangs forderten circa 6.600 Interessenten aus 158 Ländern die Bewerbungsunterlagen an. Davon haben sich letztlich 1.900 Kandidatinnen und Kandidaten aus 106 Ländern beworben. Insgesamt wurden 64 Stipendiaten (34 Stipendiatinnen und 30 Stipendiaten) aus 27 Ländern von der Jury ausgewählt. Von den 542 Monaten Stipendium, die zur Disposition standen, wurden bereits 461 Monate vergeben. Das Stipendium beträgt 1.150 Euro pro Monat. Mit diesem Auswahlverfahren wird das Stipendienprogramm der Akademie Schloss Solitude bis Ende 2019 weitgehend festgelegt.

Von den 64 Stipendiaten leben 13 in Deutschland, zehn in den USA, jeweils drei in den Niederlanden, in Österreich, Indien und in Kroatien, die übrigen verteilen sich auf weitere 21 Länder. Zum ersten Mal wird die Akademie Künstlerinnen und Künstler aus Myanmar, Peru und dem Irak aufnehmen. Wie üblich bei Künstlern und Wissenschaftlern, die in der Regel sehr mobil sind, leben viele Stipendiaten nicht in dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind; oft geben sie Wohnsitze in unterschiedlichen Ländern an.

Nach einer ersten Pilotphase im vergangenen Jahr wurde 2017 die Sparte Webbasierte Medien in das allgemeine Stipendienprogramm integriert. 20 Stipendienmonate gingen an digital arbeitende Journalisten, Entwickler/Coder, Designer, und Künstler, die während ihres Aufenthaltes an der Entwicklung neuer digitaler Inhalte und Formate arbeiten werden. 

Der sechzehnte Stipendiaten-Jahrgang ist auch der letzte unter der Leitung von Jean-Baptiste Joly, der als Gründungsdirektor seit beinahe 30 Jahren die künstlerische Leitung und Weiterentwicklung der Akademie verantwortet. Voraussichtlich im Herbst 2017 wird das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg den Namen des/der künftigen Direktors/in bekannt geben, der/die ab April 2018 die Leitung der Akademie übernehmen wird.

Ab Januar 2018 werden die Studios der Stipendiaten einer Renovierung unterzogen, die in mehreren Phasen bis Ende 2020 von statten gehen wird.

Die nächste Bewerbungsrunde der Akademie Schloss Solitude findet ebenfalls 2018 statt. Das Auswahlverfahren für die Generation 2019–2021 verantwortet im Laufe des Jahres 2018 die neue Leitung der Akademie in Absprache mit dem Kuratorium.

Ausgewählte StipendiatInnen: 

Architektur (gewählt von Rahul Mehrotra):
Mariana Jochamowitz (Peru), Nicolas Rivera Bianchi (Peru), Céline Baumann (Deutschland), Manuel Silva Montenegro (Portugal), Victor Munoz Sanz (Niederlande), Thomidou Alkistis (Deutschland), Ana Filipovic (Deutschland).

Bildende Kunst (gewählt von Catherine David):
Aykan Safoglu (Deutschland), Christoph Szalay (Österreich), Goutam Gosh (Indien), Padraig Robinson (Deutschland), Patrizia  Bach (Deutschland), Imran Channa (Pakistan), Chiara Bugatti (Italien), Manuel Mathieu (Kanada), Dima Hamadeh (Libanon), Ilana Ortar (Deutschland), Douglas Rogerson (USA).

Darstellende Kunst (gewählt von Nicole Gingras):
Ntsikelelo Cekwana (Südafrika), Luca  Hillen (Niederlande), Maayan Danoch (Deutschland), Fanti  Baum (Deutschland), Elena Morena Weber (Schweiz), Ana Wild (Belgien), Savyon Fishlovitch (Israel).

Design (gewählt von Iris Dressler/Hans D. Christ):
Hadja Saran Condé (Frankreich), Htoo Naung Kyaw (Myanmar), Zon Phyu (Myanmar), Sophia Guggenberger (Deutschland), Edith Lázar (Rumänien), David Mathews (Österreich).

Deutschsprachige Literatur (gewählt von Terézia Mora):
Luise Boege (Deutschland), David Frühauf (Deutschland/Polen), Regina  Dürig (Schweiz), Luke Wilkins (Deutschland).

Internationale Literatur (gewählt von Ahdaf Soueif):
Simar Preet Kaur (Indien), Wiam El-Tamami (Ägypten), Bojan Kristofic (Kroatien), Omar Ali Fadhil (Irak), Vinicius Jatobá (Brasilien), Anelise Chen (USA), Aditi Rao (Indien).

Musik/Klang (gewählt von Marcus Schmickler):
Jacqueline Gordon (USA), Clara Latham (USA), Janneke van der Putten (Niederlande), James Rushford (Australien), Robert Blatt (USA), Anthony Pateras (Australien), Michael Winter (USA), Luke Wilkins (Deutschland).

Webbasierte Medien (gewählt von Nishant Shah):
Dina  Karadzic (Kroatien), Vedran Gligo (Kroatien), Zeljko Blace (Bosnien und Herzegowina).

Zeitbasierte Medien (gewählt von Shilpa Gupta):
Susana Flock (Österreich), Tom Rosenberg (USA), Soetkin Verstegen (Belgien). 

art, science & business / Geisteswissenschaften (gewählt von Sunil Khilnani):
Hannah Rogers (USA), Gurur Ertem (Türkei), Lea Morin (Marokko), Douglas Rogerson (USA).

art, science & business / Sozialwissenschaften und Geschichte (gewählt von Kaiwan Mehta):
Jared McCormick (USA), Haneen Naamneh (Großbritannien), Martin Lamotte (Frankreich).

art, science & business / Wirtschaftswissenschaften (gewählt von Ackbar Abbas):
Naomi Waltham-Smith (USA), Leone Contini Bonacossi (Italien), Manuel Schwab.