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René Pollesch wird Intendant der Berliner Volksbühne
René Pollesch bei der Pressekonferenz zur »Zukunft der Volksbühne«. FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
12. Juni 2019

Wir freuen uns sehr über die Nachricht, dass René Pollesch ab 2021 neuer Intendant an der Berliner Volksbühne wird, wie der Berliner Kultursenator Lederer am 12. Juni 2019 bekanntgab. Der Dramatiker und Regisseur aus Hessen folgt auf Klaus Dörr, Chris Dercon und den Regisseur Frank Castorf, der das Haus bis 2017 ein Vierteljahrhundert lang geleitet hatte. Unter Castorf war Pollesch auch lange Zeit als Autor und Regisseur an der Volksbühne tätig. Von 2001 bis 2007 leitete er zudem eine Nebenspielstätte der Volksbühne am Prenzlauer Berg, den Prater.

René Pollesch inszeniert an vielen großen deutschsprachigen Bühnen, unter anderem in Stuttgart, Hamburg und Zürich. Zuletzt arbeitete er in Berlin am Deutschen Theater, wo sein neustes Stück »Black Maria« Ende Januar 2019 uraufgeführt wurde.

In einem Interview mit der FAZ sagte er kürzlich: »Mein Vorzug ist, ich habe keine Angst, und ich bin nicht an meinem Ego interessiert. Ich bin daran interessiert, dass die Arbeit eine Kraft hat, weil Kathi Angerer Sachen sagt, die sie sagen will und nicht, weil ich denke, ich habe da ’nen tollen Text geschrieben. Ich mache das nicht aus Freundlichkeit. Sondern ich weiß, das erzeugt bessere Ergebnisse. Man kann nur zusammen denken.« Pollesch ist überzeugt davon, dass es nun an der Zeit sei, diese Fähigkeit auf ein Haus zu übertragen.

Im Jahr 1997 verbrachte René Pollesch sechs Monate als Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude.