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Ausstellungsabend: Mind Hacking (Overload)
MIND HACKING (OVERLOADED)

SAMSTAG, 17. NOVEMBER 2007, ab 20 UHR, Eintritt frei
Projektraum der Akademie Schloss Solitude, Römerstraße 2 (Nähe Marienplatz), Stuttgart

Mit Filmen/Videos von Ariane Andereggen, Sanford Biggers, Dara Birnbaum, Mike Bouchet, Susanne Bürner, Klaus vom Bruch, Kota Ezawa, Christian Jankowski, Inge Kamps, Halina Kliem, Karolina Kowalska, Jen Liu, Lynne Marsh, Bjørn Melhus, Jenny Michel, Shana Moulton, Claus Richter, Magdalena von Rudy, Oliver Sann/Beate Geissler, Corinna Schnitt, Erica Scourti, Jackie Sumell/Herman Wallace, Adriane Wachholz.

Am Samstag, den 17. November 2007 wird im Projektraum Römerstraße 2 der Akademie das von Theresa Frölich und Antonia Lotz kuratierte Filmprogramm »Mind Hacking (overloaded)« zu sehen sein. Der Filmabend der »virtuellen Welten« beginnt um 20 Uhr. Jeweils um 20.15 Uhr, 21.15 Uhr sowie 22.15 Uhr gibt es einmalige Filmvorführungen, viele weitere Videos werden den ganzen Abend über zu sehen sein.

Neben den »klassischen« virtuellen Welten von Religion und Spiritualität, von Philosophien und Traditionen stehen die durch Technik generierten Welten der Computerspiele, des Cyberspace und der Science-Fiction-Filme. Sie alle zeichnen sich aus durch ihre Parallelität zu dem was wir Realität nennen. Imagination und Wirklichkeit scheinen durch ein unsichtbares Band seit eh und je verknüpft zu sein und für den Menschen sein Denken und Handeln gleichsam bestimmend. Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen reflektieren unter anderem inwiefern diese virtuellen Welten unser alltägliches Leben formen und bestimmen. In allen präsentierten Video- und Filmarbeiten geht es um die Konstruktion oder Dekonstruktion von Wirklichkeiten.

Im Zentrum der Vorbereitung standen drei Fragen, die auch die Verteilung und Gruppierung der Arbeiten in den Räumen der Römerstraße bestimmen: Welche Horizonte eröffnen sich durch die spirituellen Welten der Religionen, Mystik, Träumerei und Transzendentalität? Welche Bedeutung haben Leitbilder, Ideenkonstruktionen und Helden aus Alltag, Popkultur, Politik und Geschichte für die Findung, Identifizierung und Behauptung des menschlichen Individuums? Welchen Einfluss haben virtuelle Spiel- und Erlebniswelten, in denen die verschiedenen Charaktere frei wähl- und austauschbar sind, neue Rollen ausprobiert und neue Wahrnehmungsmuster eingeübt werden können? Diese drei Fragen stehen in Beziehung zueinander; es können fruchtbare Überschneidungen entstehen und zugleich bleibt Raum für assoziative Verknüpfungen.

Der Abend steht im Kontext der Kooperation der Akademie Schloss Solitude mit der Kunststiftung NRW. Antonia Lotz ist seit Oktober 2006 Stipendiatin für Kunstkoordination an der Akademie und ihr Stipendium wird seit April 2007 für ein Jahr von der Kunststiftung NRW gefördert.
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