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Ausstellungseröffnungen: Daniel Salomon, Helene Sommer, Dubravka Sekulic und Eunjung Hwang
DANIEL SALOMON »MONO«
HELENE SOMMER »TRAVELOGUE OF AN UNKNOWN CITY (2007–2009)«
DUBRAVKA SEKULIC »CASE STUDY: RUSSIAN PAVILIONS, BELGRADE 2001«
EUNJUNG HWANG »FUTURE CREATURES«

Donnerstag, 19. März 2009, 20 Uhr, Akademie Schloss Solitude

Die Akademie Schloss Solitude eröffnet am 19. März um 20 Uhr gleich vier Ausstellungen, die sich im weitesten Sinne alle mit dem Thema Identität befassen.

Seit 2003 verwendet Daniel Salomon (*1976 in Kopenhagen/Dänemark) die internationale Plansprache Esperanto als Ausgangspunkt für seine Projekte. An der Akademie zeigt er die Arbeit »Mono« (Geld), eine neue Währung, die nicht an einen Staat oder ein Territorium gebunden ist. Ihr Slogan »Unu Mondo, Unu Lingvo, Unu Mono« (Eine Welt, eine Sprache, eine Währung) verdeutlicht den Anspruch der neuen Weltwährung: Neben Esperanto als Werkzeug internationaler Kommunikation will »Mono« ein praktisches und faires Tauschmedium sein, das für eine Welt frei von Grenzen und ungerechten ökonomischen Spielregeln steht.

Die Videomontage »Travelogue of an Unknown City (2007–2009)« von Helene Sommer (*1978 in Oslo/Norwegen) besteht aus Video-, Foto- und Audiomaterial, das die Künstlerin über einige Jahre hinweg in verschiedenen Ländern gesammelt hat. Die Aufnahmen werden kombiniert mit Erzählfragmenten aus unterschiedlichen Quellen. Die Identität der Orte bleibt dabei stets unklar; die Grenzen zwischen den Ländern verschwimmen. Aus der Perspektive des Anderen – des Touristen – werden neue Länder und Geschichten erzeugt.

Die so genannten »russischen Pavillons« sind ein- bis zweistöckige Gebäude mit niedriger Wohnqualität aus den 1950er Jahren im Belgrader Arbeitervorort Karaburma. Seit 2001 wurden mehr als 30 dieser Häuser durch Dachaufbauten erweitert, sie stellen damit das größte informelle Baugebiet in Belgrad dar. Um die kulturellen Muster zu verstehen, die zu dieser Konstruktion führten, interviewte Dubravka Sekulic (*1980 in Nis/Serbien) Bewohner der alten und neuen Gebäudeteile. Sie untersucht die angewandten Prinzipien und setzt sie in Bezug zu den sozialen Elementen.

Eunjung Hwang (*1971 in Seoul/Südkorea) beschäftigt sich in ihren experimentellen Animationen »Future Creatures« mit Charakteren und Bildern aus der Welt der Träume und der Mystik und versucht diese bruchstückhaften Wirklichkeiten zu einem benutzbaren Bildkatalog zusammenzufügen. Das entstehende kaleidoskopische Bild entwickelt seinen eigenen Symbolismus, denn die Erzählstruktur der Animation gleicht mehr einer rhythmischen Struktur als einer lesbaren Geschichte.

Zur Eröffnung führen der kanadische Schriftsteller Jonathan Garfinkel und der litauische Künstler Vladimir Tarasov die gemeinsame Arbeit »Qalandya Refugee Camp: Seven Scenes in the Study of Fear« auf, mit Text, Musik und einer Videoinstallation.

Über eine Ankündigung bzw. Rezension der Ausstellungen würden wir uns sehr freuen.

Ausstellungsdauer: Freitag, 20. März bis Sonntag, 3. Mai 2009
Öffnungszeiten: Di–Do 10–12 & 14–17.30 Uhr, Fr 10–12 & 14–16 Uhr, Sa–So 11–16 Uhr


11. März 2009
Angela Butterstein / Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0711.99619.471, presse@akademie-solitude.de
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