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Dozenten der Sommerakademie 2007
Internationale Meisterklasse für junge Komponisten 2007
Dozenten für 2007

Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi sind feste Lehrkräfte der Sommerakademie, Ole Lützow-Holm ist Gastdozent im Jahr 2007.

Chaya Czernowin,
geboren 1957 in Israel, studierte bis 1982 Komposition an der Tel Aviv Academy of Music. Es folgten Stipendien und Studienaufenthalte in Berlin, Japan und den USA, während derer Chaya Czernowin ihre musikalische Sprache und Gedanken entwickelte. Sie lehrte Komposition am Yoshiro Irino Institute, JML, Tokio, Japan und bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik 1990-94 und 1998. 1996 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude. Seit 1997 ist Chaya Czernowin Professorin für Komposition an der University of California, San Diego. Seit dem Studienjahr 2006/2007 ist sie als Professorin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien tätig.

Ihre Oper »PNIMA...ins innere« hatte 2000 auf der Münchner Biennale Premiere und gewann den Bayrischen Theater Preis 2000. Neben zahlreichen weiteren Preisen erhielt Czernowin im Jahr 2003 einen Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2004 einen Förderpreis der Rockefeller Foundation in Form zweier Porträtkonzerte in New York. Als »Composer in Residence« wurde Czernowin 2004 von Festivals in Dresden und Darmstadt und 2006 zu den Salzburger Festspielen eingeladen, für die sie mit einer kompositorischen Ergänzung zu Mozarts Oper »Zaïde« beauftragt wurde.

Steven Kazuo Takasugi,
geboren 1960 in Los Angeles, studierte Komposition mit Noah Creshevsky, Bunita Marcus, Morton Feldman, Brian Ferneyhough, Joji Yuasa und Roger Reyolds sowie Computermusik mit Charles Dodge, F. Richard Moore und Harold Cohen. Den Master und die Promotion schloß er an der University of California, San Diego ab und war Stipendiat an Künstlerprogrammen in Japan, Deutschland, Frankreich und den USA. Seine Kompositionen wurden weltweit präsentiert und er gewann zahlreiche Preise. Steven Kazuo Takasugi hält regelmäßig Vorträge, schreibt Artikel über Neue Musik und Ästhetik und unterrichtet Komposition an der University of California, San Diego.

Seine kompositorischen Hauptinteressen führen zu einer Neuuntersuchung der Instrumente (westliche, \"nicht-westliche\", technologische, selbst gemachte oder erfundene) und basieren auf dekonstruktivistischen Analysen der in traditioneller oder experimenteller Praxis eingebetteten Voraussetzungen sowie auf wissenschaftliche, sozio-politische oder religiös-ästhetische Ansprüche. Diese durchdringen das kompositorische und künstlerische Gedankengut des musikalischen Materials, der Zeit und des Ortes. Von dieser \"Ausgrabung\" festgesetzter Voraussetzungen kommt die Energie für seine Arbeit, u.a. einem Zyklus von Arbeiten mit dem Titel Vers une myopie musicale und sein jüngstes Stück, Jargon of Nothingness


Ole Lützow-Holm,
geboren 1957 in Kopenhagen, Dänemark. Ole Lützow-Holm studierte Klavier und Komposition in Stockholm und Freiburg bei Gunnar Bucht, Brian Ferneyhough und Klaus Huber. In den frühen 1980er Jahren wurde er unter anderem durch eine Serie von virtuosen Werken wie »Da sotto terra« (1982), »Chiaroscuro« (1982) und »Contour« (1984) bekannt. Es gelang ihm, eine konsequent formalisierte Vorgehensweise mit einer farbigen und ornamentalen Wirkung zu verbinden. In späteren Arbeiten, wie zum Beispiel »Floral Night Episode« (1992) und »Blind Evidence« (1995), gab er diesen Ansatz auf, um zu einem subjektiveren und freieren Ausdruck zu gelangen. In dem Monodrama »There\'s nothing like a kiss long and hot down to your soul« (1998) zeigen sich lyrische und impressionistische Momente, die auf charakteristische Weise eine Verbindung zwischen dem Absichtlichen und Zufälligen, dem Starren und Geschmeidigen eingeht. Lützow-Holm ist Professor für Komposition an der School of Music and Music Education der Universität Göteburg. Viele seiner Kompositionen sind auf Phono Suecia PSCD 60 erschienen.
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