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Lesung: János Térey und Gábor Lanczkor
LESUNG
János Térey und Gábor Lanczkor

DIENSTAG, 27. NOVEMBER 2007, 20 UHR, AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE

Im Rahmen der Herbstlesungen auf Solitude stellen am Dienstag, den 27. November 2007
um 20 Uhr zwei junge ungarische Dichter ihre Werke vor.

Der ungarische Literat János Térey liest aus seinem jüngsten Lyrikband »KaltWasserKult« eine Auswahl seiner Gedichte, die erstmals in Deutsch in der Reihe Literatur von merz&solitude (im Buchhandel für 15 Euro erhältlich) erschienen sind. Térey ist ein Dichter, der sowohl in der Moderne als auch in literarischen Traditionen zu Hause ist. Er liest; liest neu, zerpflückt Texte der Literaturgeschichte und ordnet sie virtuos zu verblüffenden neuen Sprach- und Sinngebilden. Seine Schreibkunst zeichnet sich durch ein leises ironisches Spiel mit Wörtern und Bildern aus, in das er den Leser stets einbezieht.

Gábor Lanczkor liest aus seinem 2005 erschienen Werk »A tiszta ész« (Die reine Vernunft). Der Autor gehört der jungen ungarischen Literaturszene an. Auch er repräsentiert zugleich die alte und die neue Tradition ungarischer Dichtung. Seine Inspiration stammt größtenteils aus Dichtung, Malerei und Architektur der Renaissance und des Barock sowie aus der Philosophie der deutschen Aufklärung. Seine Gedichte führen den Leser an eine alte Tradition heran, präsentieren das Vertraute neu und zeigen uns die Welt, in der wir leben, in einem anderen Licht.

János Térey (*1970 in Debrecen/Ungarn) zählt zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen ungarischen Literatur, er lebt und arbeitet als Dichter, Dramatiker und literarischer Übersetzer in Budapest. Von János Térey sind zahlreiche Gedichtbände erschienen, u. a. »Természetes arrogancia« (Die natürliche Arroganz, 1993), »Tulajdonosi szemlélet« (Besitzeraspekte, 1997), »Termann hagyományai« (Termanns Traditionen, 1997), sowie das postmoderne Epos »Paulus« (2001). Seine ersten Theaterstücke, die Tetralogie »A Nibelung-lakópark« (Die Nibelungen-Wohnsiedlung, 2004) wurden von dem renommierten ungarischen Regisseur Kornél Mundruczó im Krétakör Theater inszeniert. Janos Térey war 2006 Teilnehmer des Austauschprogramms für Schriftsteller zwischen der Akademie Schloss Solitude und dem Jószef Attila Kreis und Collegium Budapest/Ungarn.

Gábor Lanczkor (*1981 in Székesfehérvár/Ungarn) studierte ungarische Literatur in Budapest. Seit 2002 veröffentlicht er Gedichte und publiziert regelmäßig in ungarischen Zeitschriften. 2005 übersetzte er das Buch »Pasji tango« (Hundetango) des slowenischen Schriftstellers Aleš Car ins Ungarische. Ebenfalls 2005 wurde sein erster Gedichtband »A tiszta ész« (Die reine Vernunft) bei L’Harmattan veröffentlicht. 2006 erhielt er den Gerecz-Attila Preis für die Veröffentlichung seines Gedichtbands. Zurzeit arbeitet er an der Publikation seines zweiten Werkes »Feher daloskönyv« (Weißes Liederbuch). Gábor Lanczkor war 2007 Teilnehmer des Austauschprogramms für Schriftsteller zwischen der Akademie Schloss Solitude und dem Jószef Attila Kreis und Collegium Budapest/Ungarn.

Lesung in Ungarisch und Deutsch. Der Eintritt ist frei.

Eine Kooperation mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart.
Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

19. November 2007
Anna Löning/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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