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Pressekonferenz und Konzert: Hommage à Hans Otte
P R E S S E K O N F E R E N Z und K O N Z E R T

Hommage à Hans Otte
Buchpräsentation »Hans Otte – Klang der Klänge/Sound of Sounds« von Ingo Ahmels
Piano Recital »Orient: Okzident – Cage: Otte«

MONTAG, 20. NOVEMBER 2006, AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE
Pressekonferenz mit Buchpräsentation: 18:30 Uhr
Klaviermusik von John Cage und Hans Otte: 20:00 Uhr

Zum 80. Geburtstag des Pianisten, Komponisten, Klangkünstlers und großen deutschen Radiomannes Hans Otte präsentiert die Akademie Schloss Solitude mit Ingo Ahmels – dessen Biografen, langjährigem Assistent und ehemaliger Solitude-Stipendiat – die deutsch-englische Publikation »Hans Otte – Klang der Klänge/Sound of Sounds« sowie einen Klavierabend mit Werken von Hans Otte und John Cage. An den Klavieren sind der ehemalige Solitude-Stipendiat Elmar Schrammel sowie der Pianist und Otte-Schüler Philipp Vandré zu erleben.

Hans Otte wird in Europa noch immer unterschätzt, und auch der angloamerikanische Kulturraum beginnt gerade erst ihn wahrzunehmen. Ingo Ahmels’ auch deshalb zweisprachig gefasste Studie zur Biografie und zum künstlerischen Schaffen beleuchtet Ottes weltanschauliche und ästhetische Orientierung und stellt die Grundlagen für eine angemessene Rezeption bereit. Im Zentrum stehen die Soloklavierzyklen »Das Buch der Klänge« (1979-82) und »Stundenbuch« (1991-98) sowie ergänzend die Klanginstallationen »Atemobjekt« (1972) und »NamenKlang« (1995). Daneben enthält die Veröffentlichung audiovisuelle Informationen, erstmals das autorisierte Werkverzeichnis Ottes sowie eine Auswahl an digitalisierten Originaldokumenten.

Dem Grundmotiv des Buches »Otte vs. Cage« folgend kuratierte Ahmels einen Klavierabend mit dem Titel »Orient: Okzident – Cage: Otte«. Zwei Pianisten nähern sich auf besonders erhellende Weise zwei Meisterwerken der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, John Cages fernöstlichen »Sonatas and Interludes for Prepared Piano« (1946) und Hans Ottes abendländischem »Buch der Klänge« (1979–1982), ergänzt von Ausschnitten aus Ottes vom japanischen Zen inspiriertem Klavierzyklus »Stundenbuch« (1991–1998).

Hans Otte (geb. 1926) studierte ab 1946 u. a. in Weimar, Stuttgart, New Haven und Siena bei Lehrern wie Paul Hindemith und Walter Gieseking. Nach einer Pianistenkarriere in den 1950er Jahren wurde Hans Otte mit 32 Jahren zum jüngsten ARD-Musikchef bei Radio Bremen berufen. Dort entfaltete er auf den von ihm gegründeten Biennalen »pro musica antiqua« und »pro musica nova« eine Tätigkeit als weltoffener Vermittler von alter und neuer Musikkunst. So war Otte u. a. maßgeblich an der europäischen Einführung der experimentellen amerikanischen Musik beteiligt (Cage, Nancarrow, Riley, Young u.v.a.). Ottes eigenes kompositorisches Œuvre umfasst über einhundert Arbeiten, vom Sologesang bis zum großen Orchesterwerk. Weltbekannt wurde sein Klavierzyklus »Das Buch der Klänge«, das Otte nach 1984, dem Jahr des Ausscheidens bei Radio Bremen, mithilfe des Goethe-Institutes in vielen Ländern der Welt selbst aufführte.

Mit freundlicher Unterstützung von Schott Music/Zeitschriften.

Konzert Abendkasse: 7 Euro (4,50 Euro)

9. November 2006
Anna Löning/ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Tel: 0711/99619-472
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