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»Ungleiche Voraussetzungen. Zur Globalisierung der Künste« – Podiumsgespräch mit Dietrich Heißenbüttel und Kerstin Meyer
Moderiert von Michael Werner, Stuttgarter Zeitung

Donnerstag, 26. Februar 2009, 20 Uhr, Akademie Schloss Solitude

Unterscheidet sich zeitgenössische Kunst in Japan, China, Indien, Kamerun oder Nigeria von der in Europa oder Nordamerika? Welche Voraussetzungen wirken sich in den verschiedenen Ländern auf die Kunstproduktion aus?

Auf diesen und ähnlichen Fragestellungen baut Dietrich Heißenbüttels Essayband »Ungleiche Voraussetzungen. Zur Globalisierung der Künste« auf, der im Herbst 2008 bei merz&solitude erschienen ist. »Die moderne Kunst«, so Heißenbüttels These, »war niemals nur eine europäische Erfindung. Sie ist von vornherein jener Third Space, von dem Homi K. Bhabha spricht, jener Raum, in dem verschiedene Auffassungen von Kunst verhandelt werden«.

Im Rahmen eines Podiumsgespräches gemeinsam mit der aktuellen Solitude-Stipendiatin Kerstin Meyer stellt Dietrich Heißenbüttel sein Buch am Donnerstag, dem 26. Februar 2009 um 20 Uhr an der Akademie Schloss Solitude vor.

Kerstin Meyer berichtet über zwei Ausstellungen in Dakar/Senegal, die sie während ihrer Tätigkeit als Beraterin im senegalesischen Wirtschaftsministerium initiierte. Die Ausstellungen setzen sich mit Entwicklungspolitik in dem westafrikanischen Land auseinander und thematisieren das Verhältnis von Staat, Künstler, Kunst und Öffentlichkeit.

Die Akademie, selbst ein Ort globaler Kunstproduktion und ein Fundus für Heißenbüttels Untersuchungen, lädt zu dieser Veranstaltung herzlich ein. Das Gespräch findet im Rahmen des Programms art, science & business statt und wird moderiert von Michael Werner, Kulturredakteur der Stuttgarter Zeitung.


Dietrich Heißenbüttel, geboren 1956 in Hamburg, ist Kunsthistoriker und Journalist und arbeitet unter anderem für springerin – Hefte für Gegenwartskunst und für die Neue Zeitschrift für Musik. Er war 2003/2004 Stipendiat der Akademie.

Kerstin Meyer, geboren 1969 im Saarland, studierte Volkswirtschaft, Entwicklungsökonomie und Bildende Kunst. Sie ist als wirtschaftspolitische Beraterin der senegalesischen Regierung und als Projektleiterin im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit tätig. 2008/2009 ist sie Stipendiatin im Programm art, science & business.
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