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Osteuropäisches Netzwerk
Austauschprogramme der Akademie Schloss Solitude für junge Künstlerinnen und Künstler in der erweiterten Europäischen Union und bereits ausgewählten Stipendiaten der Akademie
Jungen Künstlern und Künstlerinnen aus Osteuropa auf Solitude die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln und ihre Erfahrungen in ihre Heimatländer weiter zu tragen, war von Anfang an Aufgabe und Anspruch der Akademie. Nach diversen anderen Projekten, wie z. B. dem DDR Reisestipendium, welches Künstler aus der damaligen DDR 1990 den Zugang zum Netzwerk der Akademie ermöglichte, führte die Kooperation der Akademie Schloss Solitude mit dem Zentrum für zeitgenössische Kunst Schloss Ujazdowski in Warschau, Polen im Oktober 2003 zur Gründung eines neuen Studioprogramms mit zwei Arbeits- und Wohnateliers im Schloss Ujazdowski.

Dieses Künstlerprogramm a-i-r laboratory wird von der polnischen Kulturmanagerin Agnieszka Sienkiewicz-Nowacka betreut, die zur Vorbereitung eines Solitude-Festivals in Warschau (Herbst 2002) und des Austauschprogramms Stipendiatin für Projektkoordination an der Akademie Schloss Solitude war. Jedes Jahr kommen jeweils zwei Künstler(innen) aus Warschau für drei Monate in die Akademie Schloss Solitude. Und von der Akademie Schloss Solitude werden jedes Jahr die entsprechende Anzahl von Künstler(innen) für mehrmonatige Aufenthalte nach Warschau geschickt. Sie arbeiten dort an ihren Projekten, die gegen Ende des Aufenthaltes öffentlich ausgestellt/aufgeführt werden.

Mit dem Aufbau dieses Programms realisierte die Akademie den lange gehegten Wunsch, in einen gleichberechtigten Austausch mit osteuropäischen Institutionen und Künstlern zu treten.

Aufgrund der positiven Erfahrung mit diesem ersten Programm in Osteuropa plante die Akademie Schloss Solitude bereits 2004 gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dem Collegium Budapest, dem József Attila Kreis, der Robert Bosch Stiftung, der Deutsch-Polnischen Stiftung, dem ungarischen und dem rumänischen Kulturministerium für die Jahre 2005 bis 2006 eine Erweiterung des Programms auf Ungarn und Rumänien. Seit 2007 wurde das Programm auch auf Bulgarien, Serbien und Kroatien ausgedehnt. 

Für die jeweiligen Austausch-Programme stehen in den genannten Städten ein bis zwei Wohn- und Arbeitsstudios in bestehenden Kulturinstitutionen zur Verfügung. Aus jeder Stadt kommen jeweils zwei Künstler(innen) für drei Monate nach Solitude. Und von der Akademie Schloss Solitude werden jedes Jahr die entsprechende Anzahl von Künstler(innen) für mehrmonatige Aufenthalte in die genannten Städte geschickt. Das jeweils zur Verfügung stehende Budget wird hälftig von der Akademie Schloss Solitude und hälftig von den jeweiligen Sponsoren getragen.

Das Budget wird für die Förderung von Künstlern und von Kunstprojekten verwendet, nicht für die Infrastruktur der beteiligten Einrichtungen.


Opening Our Closed Shops

Von 2008 bis 2010 wurde das Programm durch das auf drei Jahre angelegte Projekt »Opening Our Closed Shops« erweitert. Gefördert durch die Allianz Kulturstiftung sollte dem Ungleichgewicht an künstlerischem Austausch zwischen Ost- und Westeuropäischen Ländern entgegengearbeitet werden. Durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Akademie Schloss Solitude und den fünf Partnerinstitutionen in Warschau, Budapest, Bukarest, Sofia und Novi Sad, wurden Ausstellungen, Publikationen, Workshops, Konzerte und Performances organisiert, um einen beständigen Dialog zu etablieren. Zudem kam es auch zu Künstleraustauschen in Form von Residenzen zwischen den Partnern der Akademie Schloss Solitude.

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Austauschprogramm »New Networks« in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für zeitgenössische Kunst Schloss Ujazdowski in Warschau, Polen
 
Austauschprogramm mit dem Zentrum für zeitgenössische Kunst Schloss Ujazdowski in Warschau, Polen
 
Austauschprogramm mit jungen ungarischen Schriftstellern in Budapest, Ungarn
 
Austauschprogramm mit POGON – Zagreb Center for Independent Culture and Youth