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Puschkins Brüste
Gedichtband
01. März 2016
Literatur
Deutsch, Ungarisch
128 Seiten
15 EUR
978-3-937158-95-2

aus dem Ungarischen von Orsolya Kalász, Monika Rinck und Matthias Kniep

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Der Band Puschkins Brüste präsentiert eine Auswahl aus Márió Z. Nemes’ lyrischem Werk. Mit seinen unerhörten Texten, in denen Figuren aus einer phantasmatischen Privat-Ideologie auf berühmte Vertreter der Geschichte und auf nur scheinbar harmloses Märchenpersonal treffen, avancierte Nemes schnell zu einer Kultfigur in der ungarischen Lyrikszene. Horrorgestalten, die dem Rokoko entkommen sind, tummeln sich mit Halbstarken an der Hotelbar, ein Hauch von Splatter liegt über dem poetischen Geschehen. Was in diesen Gedichten als Nächstes passieren wird, ist partout nicht vorauszusagen. Immer wieder schlägt Nemes unserer Erwartung ein Schnippchen, ungemein wendig wechselt er zwischen den Genres der Dichtung, er tanzt vor der intakten Fassade einer ausgehöhlten Tradition und setzt aus den Trümmern des Bestehenden einen grotesken endzeitlichen Wellness-Palast zusammen, in dem die poetische ungarische Sprache eine Verjüngungskur antreten kann. 

Márió Z. Nemes, geboren 1982 in Ajka, Ungarn, studierte Philosophie und Ästhetik an der Eötvös-Loránd-Universität, Budapest, wo er 2013 über Ästhetik und Anthropologie – Anthropologische Inszenierung als ästhetische Dehumanisierung promovierte. Er lebt und arbeitet als Lyriker, Kritiker und Kunsttheoretiker in Budapest und ist Mitbegründer der Lyrikgruppe »Telep Csoport« und des Fanzines Technologie und das Unheimliche

Er war 2014 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Jozsef Atilla Kreis junger ungarischer Schriftsteller. 

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