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Dream of Bucharest
2007
Bildende Kunst
Deutsch, Englisch, Rumänisch
24 Seiten
3 EUR
978-3-937158-29-7
Broschiert, 15 x 15 cm, zahlreiche farbige Illustrationen,
mit einem Text von Jean-Baptiste Joly
Quickinfo für Buch- und Großhandel Wenn Sie Buch- oder Großhändler sind, bestellen Sie bitte unter edition@akademie-solitude.de.

»Träume von einer Stadt in der Autos fliegen können; in der Autos wichtiger sind als alles andere ... Autos auf der Strasse, auf den Gehwegen, in den Gärten, Autos überall. Eine Million Autos sind ein Zeichen von Wohlstand ... das Leben ist doch ganz gut. Träume von Bukarest.«

Bis zur Obsession identifiziert Vlad Nanca seine Heimatstadt mit der Form des Dacia 1300, dem rumänischen Nationalfahrzeug, das dem längst vergessenen französischen Renault 12 - einem Auto aus den frühen siebziger Jahren - nachgebaut ist. Mehr noch: Vlad Nanca sieht den Dacia als die absolute Metapher der unter Ceausescu zum Stillstand gekommenen Gesellschaft: Dreißig Jahre lang wurde dieses Auto ohne die geringste technische Veränderung in Rumänien produziert und verkauft.

Innerhalb und außerhalb von Bukarest ist Vlad Nanca insbesondere für seine Graffiti-Aktionen bekannt, unter anderem sind es die Autokonturen, die er überall in Bukarest mit Filzstift angebracht hat. Diese fanden sich als skulpturale Objekte im Frühjahr 2007 auf der Akademie Schloss Solitude wieder und sind hier dokumentiert.

Zwölf Skulpturen, entlang des Hirschgangs der Akademie platziert, zwangen den Besucher zu einer Art Slalom durch den Ausstellungsraum. Beim Anblick der weißen Autos wähnte man sich zunächst in einer Traumsituation; ein leises Geräusch vom anderen Ende des Gangs lud dazu ein, weiter vorzudringen. Schritt für Schritt entdeckte man Zeichnungen, Fotografien und Videos auf der Rückseite der Autos, die alle Teil von Vlad Nancas »Traum von Bukarest« sind.

Vlad Nanca (*1979 in Bukarest) studierte Fotografie und Video an der Universität der Künste in Bukarest. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Städten Europas gezeigt, u. a. in Oxford, Bukarest, Belgrad, Luxemburg, Brno und in Stuttgart zur Ausstellung »On Difference #1« (Württembergischer Kunstverein). Vlad Nanca war 2006 Stipendiat der Akademie im Rahmen des Rumänien-Austauschprogramms mit der Galeria Noua in Bukarest.