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where work ends and mission begins
2005
Deutsch, Englisch
176 Seiten
14 EUR
3-937158-01-4

Künstlerbuch, broschiert, zahlreiche Abbildungen, Format 16.5 x 23 cm

Leider bereits vergriffen!

„Wir glauben, dass es Science-Fiction ist, das Phänomen der Arbeitslosigkeit nur durch neue Begrifflichkeiten, schnellere Vermittlung, Förderung von Selbstständigkeit oder Ausweitung der Leiharbeit in den Griff zu bekommen. Eine Illusionsmaschine, mit der auf jeden Fall eines vermieden werden soll: ein von der Arbeit unabhängiges Einkommen als Grundeinkommen. Eine Illusionsmaschine, die darauf bedacht ist, die Techniken des Staates, mit denen er sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung zurückzieht und diese auf die einzelnen Subjekte überträgt, zu verschleiern. Diesem Grimassieren des Neoliberalismus wollen wir das Bewusstsein für eine andere gesellschaftliche Realität entgegenstellen“.

„Raus aus der Arbeit, rein in die Realität“, hieß eine Aktion des Künstlerduos bankleer, Karin Kasböck und Christoph Leitner, mit der sie die neoliberalen Arbeitsverhältnisse kritisch reflektierten. Stellvertretend für die aus dem öffentlichen Bewusstsein verbannten Arbeitslosen, schleusten bankleer bei dieser Intervention als Zombie verkleidete Akteure in die öffentlichen Räume der Stuttgarter Agentur für Arbeit und ließen sie Verständnis und Solidarität für das Heer der Arbeitslosen einfordern. Die Publikation where work ends and mission begins zeigt neben der Stuttgarter Aktion aus dem Jahr 2004 weitere künstlerische Experimente, die bankleer seit 2001 in Berlin, Istanbul und Bombay initiierten, um die Erweiterung und Neubewertung des Arbeitsbegriff zu fördern.

Neben Einblicken in die künstlerische Praxis von bankleer bietet der Band ergänzende Reflexionen von bankleer, Judith Fischer, Dietrich Heißenbüttel, Karolina Jeftic, Jean-Baptiste Joly, Holger Kube Ventura, Jürgen Lang, Matthias Reichelt, Peter Thiessen, Tina Veihelmann und Mag Wombel zum Themenfeld Ökonomie und Arbeitsbegriff - ein literarisches Abenteuer, das das Feld des Politischen wieder begehbar macht.

Bankleer (www.bankleer.org) sind Karin Kasböck, geboren 1969 und Christoph Leitner, geboren 1968. Beide Künstler leben und arbeiten in Berlin. Seit 2003 sind sie als Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin und an der Universität der Künste Berlin tätig.

2003/2004 erhielten bankleer ein Stipendium an der Akademie Schloss Solitude.
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