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Marie-Hélène Gutberlet
Visuell, Jury Kerngruppe
2020–2021
Frankfurt am Main
/
Deutschland

Marie-Hélène Gutberlet, geboren in Wuppertal/Deutschland, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main/Deutschland und Basel/Schweiz (Magister Artium 1995; Dr. phil. 2002). Nach fast 20 Jahren filmwissenschaftlicher Anstellung arbeitet sie seit 2010 nunmehr als freischaffende Kuratorin, Publizistin und Filmforscherin an der Schnittstelle von Theorie, Film und Kunst und ihren Öffentlichkeiten – meistens in kollaborativen Konstellationen.

Gemeinsam mit Cara Snyman kuratierte Gutberlet 2012 die Ausstellung Shoe Shop in Johannesburg/Südafrika. 2013–2014 folgte die Ausstellung The Space Between Us in Berlin/Deutschland und Stuttgart/Deutschland, die künstlerische Perspektiven im Hinblick auf Fragen von Mobilität und deutsch-afrikanischer Gegenwart auslotete. Gutberlet war gemeinsam mit Tobias Hering 2013–2015 künstlerische Leitung des filmarchivarischen Projekts Visionary Archive mit öffentlichen Stationen in Berlin, Bissau/Guinea-Bissau, Johannesburg, Kairo/Ägypten und Khartum/Sudan. Ferner war sie 2017 Mitinitiatorin des Festival Cours, cours, camarade, le vieux Monde est derrière toi – The Cinema of Med Hondo in Berlin und ist Mitherausgeberin der in Kürze erscheinenden zweibändigen Publikation. Seit 2017 entwickelt sie mit Annett Busch das Projekt Women on Aeroplanes mit Stationen in Berlin, Lagos/Nigeria, Bayreuth/Deutschland, London/Großbritannien, Warschau/Polen und Frankfurt am Main. Hierbei entstehen unterschiedliche Formate, die das Missverhältnis von Engagement und Sichtbarkeit von Frauen in Afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen thematisieren – nicht um individuelle Leistungen hervorzuheben, sondern aus Interesse für die Prozesse, Methoden und Ökonomien einer langen Geschichte transkontinentaler, transkultureller Praxis.