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Dima Hourani
Bildende Kunst
2015–2017
Ramallah
/
Palästina
01. August 2016 - 31. März 2017

Geboren 1985 in Jordanien.

Dima Hourani erhielt ihren Bachelorabschluss in Fine Arts 2011 von der International Academy of Art Palestine, Ramallah, und ihren Masterabschluss 2013 von der Oslo National Academy of the Arts, Norwegen. Zudem hält sie Diplome in Grafikdesign und pädagogischer Rehabilitation.

In ihrer künstlerischen Praxis hat sie sich auf das Hinterfragen und Neu-Interpretieren und Zeichen, Symbolen und Stereotypen innerhalb spezieller Gemeinschaften spezialisiert. Als bildende Künstlerin ergründet sie neue Räume in Form von sozialen Interventionen, wie in ihrem Projekt Past Tense Continous. In ihren Ausstellungen benutzt sie Elemente der optischen Täuschung, die aus eigenartigen Blickwinken zwischen der Realität und der Täuschung durch Symbole und Zeichen in vorgestellten Gemeinschaften unterscheiden, wie in ihrem Qalandia Lounge project.

Dima Hourani hinterfragt die Rolle der Zeichen und Symbole in unterschiedlichen Kulturen in Bezug zu Traditionen und Gebräuchen und wie wir als Menschen uns auf sie beziehen. Sie kreiert und analysiert das Konzept des Zweifels und zeigt alternative Deutungen von politischen, sozialen und kulturellen Kontexten auf. In ihren künstlerischen Arbeiten möchte sie eine neue Form des Hinterfragens und Neuinterpretierens von Symbolen anwenden, wie beispielsweise in ihren Arbeiten N’Oreal und Alrasasa an der Rijksakademie Open, Amsterdam/Niederlande, in 2012. Dima Hourani greift in etablierte Deutungen von akzeptierten und bekannten Symbolen ein und schafft alternative Interpretationen durch die Manipulation solcher Symbole, wie in Art Delivery. Weiter, ergründet sie die Effekte der Globalisierung auf Gemeinschaften und möchte zeigen, dass Realität und Sinn durch Zeichen und Symbole ersetzt wurden und die menschliche Erfahrung nur noch eine Simulation der Realität darstellt. Ihre Arbeiten geben dem Versteckten neue Bezeichnungen, verlagern die Realität, das Verstecke und die Alternative, sie werfen Fragen zu Macht, Propaganda, Geschichte und Nationalerbe auf. Mithilfe verschiedener Medien untersucht sie den Wert von akzeptierten Symbolen und Bildsprachen in bestimmten Gemeinschaften. Indem sie alternative Deutungen vorschlägt, tritt sie für kulturelle Hybridisierung und die Möglichkeit des Wandels ein.

Dima Hourani hat verschiedene Stipendien und Preise gewonnen, so den Young Palestinian Talents Award for the Diversity of Artistic Expression vom Institut Culturel Farnco–Palestinien, ein Stipendium des Freistaats Sachsen, Deutschland und des Ministerie van Buitenlandse Zaken. 2013 war sie Stipendiatin der Hochschule für bildende Künste Braunschweig, Deutschland, und 2012 Gaststipendiatin der Rijksakademie van beeldende kunsten, Amsterdam.