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Xinjun Zhang
Bildende Kunst
2015–2017
Peking
/
China
01. April 2016 - 30. September 2016

Geboren 1983 in Zhengzhou/China.

Xinjun Zhang erhielt seinen Masterabschluss von der Zentralen Hochschule für Bildende Kunst in Peking/China. Seine künstlerische Arbeit umfasst Installationen und Performancekunst oft verbunden mit Multimedia Elementen.

Seit 2012 entstanden neben seinem Wohnsitz Ausstellungen und Performances, die sich »instabiler Räume« bedienen. So auch I am Close with Your Husband, eine Installation in einer verlassenen Villa in den Außenbezirken Pekings, oder die Performance Rolling on the Railway, sowie eine weitere Performance während der Öffnung seines Studios für das Publikum.

2011 lud er während seines Aufenthalts in einem Künstlerprogramm in Wien/Österreich lokale Künstler zur Planung und Ausführung der Performance und Ausstellung Sauna ein. Gemeinsam mit Künstlern aus Portugal und Brasilien plante und zeigte er 2014 die internationale Ausstellung Never Mind the Space Between Us in Rio de Janeiro/Brasilien, Lissabon/Portugal und Peking. Seine Arbeiten wurden zudem in Einzelausstellungen wie am Telescope, einem gemeinnützigen Raum der von James Elaine in Peking betrieben wird, gezeigt. Er war Teil der Ausstellung You can only think about something if you think about something else im Times Museum, Guangzhou/China und nahm an der 2nd CAFAM Future Exhibition der Beijing Art Academy teil.

Für seine Arbeiten benutzt er Materialen des alltäglichen Lebens. Dies kann Garn, Grundschultische, Kommoden, Schlafsäcke oder Leinwände umfassen. Seit 2012 setzt er sich intensiv mit der Bedeutung des Produktionsraums bei der Entstehung seiner Werke auseinander. Für seine Arbeit Woodssleepingbags lud er Freunde in einer kalten Nacht in den Wald in der Nähe seines Hauses ein. Dort überraschte er sie mit einer unheimlichen Replika seines eigenen Wohnraums (ein Schlafzimmer und eine Toilette) aus Schlafsäcken: The Room Next to Anus. Später wurde dieses Werk in die Museumsräume des CAFAM bewegt, um es in einer anderen Form zu zeigen. Kürzlich fand er bei einem Spaziergang im Wald ein Loch in einem toten Baum. Er machte einen Abdruck des Lochs und vergrößerte die Form mit der Hilfe von Geometrie und Mathematik, um sie in seiner Ausstellung Folds 2015 zu zeigen.

2015 erhielt er ein Stipendium am OMI International Arts Center, Ghent, NYA/USA.