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13. Juni 2019, 17 Uhr: Lesung & Gespräch zum Schlosspost Membrane Issue mit Enos Nyamor und Denise Helene Sumi
Illustration by ZZDD
13. Juni 2019 17:00
gespräch, lesung

Im Rahmen des von Felwine Sarr, Yvonne Adhiambo Owuor und Nadja Ofuatey-Alazard kuratierten und vom Literaturhaus Stuttgart, dem Institut français und der Akademie Schloss Solitude initiierten internationalen Literaturfestival »Membrane – African Literatures and Ideas« ist die Sonderausgabe »Membrane – Permeable Thinking in African/-diasporic Literatures and Art« auf der Online-Plattform Schlosspost in Zusammenarbeit mit dem Gastredakteur Dzekashu MacViban entstanden.
 
Das Schlosspost Membrane Issue greift Fragen und Gespräche auf, die während des Festivals verhandelt wurden – darunter: »Wer definiert ›afrikanische‹ Identität?«, »Welche anderen ›Afrikas‹ gibt es?«. Ergänzend zum Festival regt das Issue aber auch zu neuen Gesprächen an, indem es das Konzept der ›Afrikanität‹, des Afroeuropäischen und Afropolitanismus vertieft und herausfordert und über Fragen zu Rasse, Grenzen, Kolonialismus, zeitlichen Disruptoren und bestehendem Vokabular nachdenkt. Mit einem breit gefächerten Pool an Beiträgen, der von multimedialen Inhalten bis zu experimentelleren Formen reicht, wird diese Sonderausgabe kontemplatives und analytisches Schreiben in Französisch und Englisch ebenso wie andere Medien mit einschließen.

Am 13. Juni 2019 um 17 Uhr gibt Denise Helene Sumi einen Einblick in das Schlosspost Issue »Membrane – Permeable Thinking in African/-diasporic Literatures and Art« in Form eines Gesprächs im Projektraum Römerstraße 2A.

Anschließend liest der Kulturjournalist und Stipendiat Enos Nyamor aus seinem Essay »Afropolitanism – On Identity as an Unfinished Game«, der als Beitrag des Membrane Issues auf Schlosspost erschienen ist. In seinem explorativen Essay untersucht Enos die Komplexität der Identität von Menschen afrikanischer Herkunft in der Diaspora, insbesondere in Bezug auf Aspekte von Nah und Fern. Der Aufsatz untersucht zudem die Integration des Konzepts der Desidentifikation im kulturellen Erbe, das mit Geschlechter-dekonstruktion verknüpft ist.


ENOS NYAMOR lebt und arbeitet in Nairobi/Kenia. Während seines vorletzten Jahres an der Universität, in dem er sich auf App-Entwicklung und Maschinenbau spezialisierte, entwickelte er Interesse am Kulturjournalismus – eine Reaktion auf die Narrative und deren Interpretation in seiner physischen und virtuellen Umgebung. Seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte er mit seiner Arbeit bei der Nation Media Group – Media of Africa for Africa. Zwischen 2013 und 2014 schrieb er wöchentlich Kolumnen für die Daily Nation, die am stärksten verbreitete Zeitung Ostafrikas. Seit 2015 ist er selbstständiger Journalist und Schriftsteller. Einige seiner Reportagen, Rezensionen und Essays sind in C&Business Daily AfricaSunday Nation, nachtkritik.de und Africanah erschienen. Enos Nyamors Stipendium für Kulturjournalismus wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.

DENISE HELENE SUMI ist Kunsthistorikerin, Autorin und Kulturschaffende. 2018 war sie Stipendiatin für Kunstkoordination an der Akademie Schloss Solitude und im Anschluss daran Koordinatorin des Digital Solitude Programms. Seit Juni 2019 ist sie Redakteurin bei der Online-Plattform Schlosspost. Zuvor arbeitete sie als Assistenz im Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien in Graz sowie als Residenzkoordinatorin und Assistenz des Programmdirektors für Darstellende Künste in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden. Ihre Texte wurden unter anderem in den Spezialjournalen Eikon, Camera Austria, Spike Art Quarterly und Medienimpulse publiziert. Denise Helene Sumi ist Mitgründerin und Mitdirektorin des Kunstvereins Kevin Space in Wien.