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AUSSTELLUNGEN
»As Good as Gold«, Apparatus 22, Foto: Frank Kleinbach
05. September 2014 - 12. Oktober 2014
ausstellung, präsentation

Apparatus 22
As Good as Gold

  • © Apparatus 22

In der alten Fachwerkscheune der Akademie präsentiert das Künstlerkollektiv Apparatus 22 (Erika Olea, Dragos Olea und Maria Farcas) seine neue Arbeit As Good as Gold. Sie bildet den zweiten Teil einer ganzen Serie, die sich mit der Ambivalenz von Worten befasst, die sowohl im sakralen als auch im kommerziellen Sprachgebrauch vorkommen. Apparatus 22 reflektiert aus verschiedenen Blickwinkeln die Beliebigkeit von Gold als konstruierte Maßeinheit für eine Wirtschaft, in der Macht und Begehrlichkeit vorherrschen. Könnte die einzigartige Perfektion von Gold und dessen schier unerschöpfliche Repräsentationsformen von etwas imitiert werden, das weniger (oder mehr) wert zu sein scheint? In einer Geste positiver Zerstörung setzt sich Apparatus 22 mit der Frage auseinander, ob wir die Fähigkeit haben an solchen Gemeinplätzen festzuhalten, wenn wir uns der Beliebigkeit ihrer Werte bewusst werden. Die eindringliche Installation des rumänischen Kollektivs wird von der Sound-Installation The Hour Broadcast ergänzt, eine gemeinsame Arbeit von Apparatus 22, StudioBASAR und Sillyconductor.

Die Ausstellung As Good as Gold wurde mit der freundlichen Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts Berlin und dem Freundeskreis 2014–2015 von Apparatus 22 realisiert.

Die Ausstellung von Apparatus 22 in der Scheune ist an den Wochenenden 5. bis 7. | 12. bis 14. | 19. bis 21. September jeweils von 14–19 Uhr in Anwesenheit der Künstler zu sehen.


Hanae Utamura
Across the Grid

Inspiriert von der Geschichte des Schlosses, dokumentiert die japanische Künstlerin Hanae Utamura in ihrer Mehrkanal-Videoinstallation Across the Grid eine Schachpartie, die im Schloss Solitude stattfand. Professionelle Schachspieler spielen auf einem Brett, das kein Raster trägt sondern den Aufdruck einer Karte des Rokoko-Gartens von Schloss Solitude, der vor 250 Jahren im Wald von Solitude angelegt wurde. Das Publikum ist eingeladen, das Spiel in verschiedenen Variationen zu erleben. Der Betrachter kann die einzelnen Züge der Spieler verfolgen und sieht, wie sich die Figuren auf dem unsichtbaren Raster des Spielbretts durch den Garten bewegen. Aber wie funktioniert die Konstruktion einer Erfahrung, wenn sich diese in unterschiedlichen Variationen und Formen wiederholt?


Kai Franz
Serial Nature || Collapse and Emergence within Systems

Die Arbeiten in der Ausstellung Serial Nature || Collapse and Emergence within Systems umfassen zahlreiche Skulpturen des in Amerika lebenden Künstlers Kai Franz. Produziert wurden sie mit dem Plopper (Dual-Axis Precision Deposition System), einem von Kai Franz gehackten und umgebauten Großformat-Drucker (Plotter), der als eine Art low-res 3D-Drucker fungiert. Die virtuellen 3D-Modelle und CAD-Zeichnungen, die diesen Arbeiten zu Grunde liegen, hat der Künstler teilweise beim Stöbern im Internet gefunden und teilweise selber erstellt. Die virtuellen ready-made Modelle entstammen dabei einer App, die unter Verwendung von Fotos realer Objekte, digitale Geometrie algorithmisch generiert. Sie sind somit das verzerrte Ergebnis von Bildern realer Objekte anonymer Herkunft. Die CAD-Zeichnungen indessen wurden direkt als Futter für die Maschine erstellt. Reproduziert als »Plopps« vereinigen diese Skulpturen in beiden Fällen die algorithmische Grenzziehung mit dem Willen von Materie und dem Versagen von Technologie als ästhetisches Experiment.


Gemeinsam mit Martin Beck präsentiert Kai Franz am Eröffnungsabend das in der Edition Solitude erscheinende Künstlerbuch Serial Nature || Collapse and Emergence within Systems.


Ausstellungseröffnungen: Donnerstag, 4. September 2014, 20 Uhr
Öffnungszeiten: Di–Fr 10–12 & 14–16 Uhr, Sa–So 12–17 Uhr