de . en
Das
Stipendiaten
Netzwerk
 
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNGEN NOVEMBER 2015
Nikoleta Markovic »Did (me and) my father kill Yugoslavia too?«
12. November 2015 19:00
ausstellung

Am Donnerstag, 12. November 2015, UM 19 UHR werden an der Akademie Schloss Solitude neue Ausstellungen eröffnet. Zu sehen sind Einzelausstellungen der Künstler Aleksandar Bede, Hanae Utamura, Nikoleta Marković sowie der Begegnungsraum In Transit im Hirschgang der Akademie. Erstmalig werden am Eröffnungsabend auch die neuen Studios in Haus 4 der Akademie von 18 bis 22 Uhr zu besichtigen sein, die während des Sommers saniert und anschließend vom Architekturduo umschichten mit der Möbelserie Flagranti ausgestattet wurden.​


Buchvorstellung und Performance
Volume SP

Myriam Van Imschoot mit Marcus Bergner und Frank Lovece

Die belgische Künstlerin Myriam Van Imschoot präsentiert ihre neueste digitale Publikation Volume SP, die eine Reihe von Klanggedichten versammelt. Frank Lovece, der Herausgeber der ersten Ausgabe Holy Vowels, und Marcus Bergner werden die Buchvorstellung am Eröffnungsabend mit einer Performance begleiten.


In Transit
Aktuelle Stipendiaten

Für eine wachsende Anzahl an neuen Bewohnern Stuttgarts und auch für die Mehrheit der Akademie-Stipendiaten ist diese Stadt eine temporäre Wahlheimat oder eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem anderen Ort. Wie ist es in Stuttgart, zugleich neu und fremd zu sein? Wie zugänglich ist die Stadt für Menschen, die hier nur »In Transit« sind und für die die Sprache und Kultur vielleicht noch fremd sind? Im Vorfeld der Ausstellung haben aktuelle Stipendiaten verschiedene Aktivitäten initiiert, um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei präsentiert sich der Hirschgang als ein Raum der Begegnung und des Austauschs, der Stuttgart letztlich aus fremder Perspektive zeigt.


Milena & Sibin
Aleksandar Bede

Mit einer Ausstellung und einer kürzlich fertiggestellten Publikation beleuchtet Aleksandar Bede die Arbeit des Architektenpaares Sibin Djordjević and Milena Stanković Djordjević, die zur ersten Nachkriegsgeneration jugoslawischer Modernisten gehörten. Sie zogen 1963 nach Stuttgart, um ihre Karriere dort fortzusetzen.


Did (me and) my father kill Yugoslavia too?
Nikoleta Marković

Das Stück unter dem Arbeitstitel Did (me and) my father kill Yugoslavia too? der serbischen Künstlerin Nikoleta Marković zeigt die aktuelle Entwicklung einer prozessorientierten Arbeit, die 2008 mit der Suche nach einer vermissten jugoslawischen Flagge begann und bis zum Fund der Flagge andauern wird.


Holiday at War
Hanae Utamura

»Was wäre, wenn jeder Tag ein Ferientag wäre?« – Mit dieser Frage reflektiert die Arbeit Holiday at War die prekären Arbeitsbedingungen im heutigen Kapitalismus. Sie erforscht Ferien als einen Ort der Besinnung, um zum eigenen Selbst zurückzukehren, sowie als einen Ort des »Auftankens« um die Arbeit schließlich wieder aufnehmen zu können. Aus der Perspektive der japanischen »corporate identity«, einem Konzept, in dem die eigene Identität mit der des Unternehmens verschmilzt, untersucht Hanae Utamura die Ideen zu Utopie und Krieg. Sie zeigt Bilder von kroatischen Urlaubszielen in Jugoslawien und von Prora, einer 4,5 Kilometer langen Ferienanlage für 20 000 Arbeiter, die im Dritten Reich unter dem Leitspruch »Kraft durch Freude« entworfen wurde.
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Pola Art Foundation realisiert.