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Kurzfestival und Ausstellung »Engaging with Histories«
An verschiedenen Orten um den Stuttgarter Marienplatz
13. März 2019 - 14. April 2019 , 12. März 2019 - 14. März 2019
ausstellung, kurzfestival
art, science & business


Stadtwanderungen, Lesungen, Gespräche, Filmscreenings, Performances, Installationen

Vom 12. bis 14. März lädt die Akademie Schloss Solitude gemeinsam mit dem Theater Rampe zum Kurzfestival und der Ausstellung »Engaging with Histories«. Rund um den Stuttgarter Marienplatz erkunden Künstler*innen, Filmemacher*innen, Schriftsteller*innen, Architekt*innen, Performer*innen und Wissenschaftler*innen vergessene oder unterdrückte historische Momente und deren Bedeutung für unsere Gegenwart. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche alternativen Arten des Dialogs und der Gemeinschaft sich unter den sprichwörtlichen Trümmerbergen der Geschichte finden.

Welche Handlungsmöglichkeiten bleiben innerhalb einer chaotischen Gegenwart beim Aufeinanderprallen von persönlicher Geschichte und globalen politischen Ereignissen? Welche Rolle spielt das Schreiben, das Bauen und Erzählen als ein Ausdruck der Vielfalt und inwiefern artikuliert sich darin eine Verantwortung innerhalb der Gegenwart? Welche Sinne und Fähigkeiten benötigen wir, um uns den schlummernden Potenzialen unserer zukünftigen Geschichte bewusst zu werden?

In Kooperation mit dem Theater Rampe



Programm

Dienstag, 12. März 2019

16.00 Uhr / Treffpunkt Bushaltestelle Birkenkopf, Stuttgart
Little shards, big pot – In welcher Art und Weise nehmen wir alltäglich Bezug auf die Geschichte der Geografie, die uns umgibt? Gemeinsamer Spaziergang zum Trümmerberg »Monte Scherbelino« mit dem Künstler und Anthropologen Leone Contini.

18.00 Uhr / Theater Rampe
- Pause -

19.00 Uhr / Theater Rampe
Begrüßung

19.10 Uhr / Theater Rampe
Einführende Keynote von Kaiwan Mehta

19.30 Uhr / Theater Rampe 
Things I Didn't Know – Eine Lesung der Autorin Wiam El-Tamami.

20.00 Uhr / Theater Rampe
Paneldiskussion – mit Ana Filipovic, Verena Hartbaum, Kaiwan Mehta, Luiza Margan und Neue Dringlichkeit. Moderiert von Kathrin Schömer.

20.45 Uhr / Theater Rampe
- Pause -

21.00 Uhr / Theater Rampe 
Auguries for a Non-Hierarchical Framing and Flourishing – Film als kollektiver Erfahrungsraum, als ein gemeinsames Umherschweifen, durch Zeit und Raum. Zweikanal 16mm Filmscreening mit performativen Elementen von Sílvia das Fadas.


Mittwoch, 13. März 2019

On-going / Zwischen dem Theater Rampe und dem Gasthaus Das Lehen, Lehenstraße 13, Stuttgart
My first day in uniform – ist eine wandelnde Produktionsstätte der Designerin Sophia Guggenberger. Eine mobile Sammlung von Werkzeugen, Materialien, Teilen. Objekte zum Anfassen. Eine Einladung zum Gespräch. Über irgendetwas. 

12.00 Uhr / Theater Rampe
Let’s play Pusher! – Pusher ist ein Brettspiel, das entwickelt wurde um den Spielern eine Reflektion über aktuelle politische Entwicklung auf den Philippinen, den staatlichen »Krieg gegen die Drogen« sowie ihre eigene Beziehung zu alltäglicher Gewalt zu ermöglichen. Das Spiel wurde von Jed Angelo Segovia entwickelt und wird von der Autorin Alice Sarmiento geleitet. 

12.30 Uhr / Theater Rampe
Scheichenspitz (2667m above sea level) – Eine Lesung mit Christoph Szalay über die Landschaft und Politik, die Heimat, Bräuche, das Kulturerbe und die Erinnerungskultur, ausgehend von einer kleinen ländlichen Gemeinschaft in den Alpen.

13.00 Uhr / Theater Rampe 
März – Voluntary reading eines Konvoluts von Notizen und Kurztexten der Autorin Luise Boege, die in den März-Monaten der letzten Jahre entstanden sind und neu zusammengestellt wurden. Ein Kaleidoskop subjektiver Erfahrungen im Spiegellabyrinth der Zeit.

13.30 Uhr / Theater Rampe
Revisiting Villa Khury / the Prophets’ Tower: Haifa 1995–2019 – Screening von Ilana Salama Ortar über ein Projekt, das aufzeigt wie Kunst in sozialen und politischen Konflikten einen Austausch zwischen Menschen verschiedener Religionen und kulturellen Hintergründen ermöglichen kann.

14.00 Uhr / Theater Rampe
- Pause -

14.30 Uhr / Theater Rampe
Dressed (in surfacing fictions) – a decorum
Durchbrochen von autobiografischen Notizen setzt sich Edith Lázar in ihrer Lecture-Performance mit dem Verhältnis von »Fiktionen« und Mode auseinander. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern die Methode der (Re-)Kombination die Möglichkeit neuer Zukunftsvisionen eröffnet.

15.00 Uhr / Theater Rampe
(a prehistory of the domino problem) – Michael Winter präsentiert die visuelle Komponente seiner laufenden Arbeit, bei der er aperiodische Kachelungen visualisiert und sonifiziert. Durch eine performative Präsentation führt er in den philosophischen Hintergrund des »Kachelproblems« ein.

15.30 Uhr / Theater Rampe
- Pause -

16.00 Uhr / Treffpunkt Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, Stuttgart
Untold Stories: Gender and Memory Walks – Stadttour geführt von Stuttgarter*innen und Teilnehmer*innen eines Workshops mit der Theaterregisseurin Ebru Nihan Celkan, auf den Spuren vergessener Geschichten und Bevölkerungsgruppen nachgehen.

20.00 Uhr / Projektraum Römerstraße 2A
Engaging with Histories – Ausstellungseröffnung mit Imran Channa, Patrizia Bach und Savyon in Zusammenarbeit mit Yuval Shenhar, Cinzia Delnevo, Florian Goldmann, Luiza Margan, David Mathews. Mit einer performativen Lesung zu Walter Benjamins Über den Begriff der Geschichte von Patrizia Bach und Deniz Utlu in englischer und türkischer Sprache begleitet. 

Im Anschluss öffnet die Bar im Projektraum Römerstraße 2A.


Donnerstag, 14. März 2019

12.00 bis 13.30 Uhr / Theater Rampe
What Do We Do – ein Workshop mit dem Choreograf Edan Gorlicki über Entscheidungsprozesse. Dabei ist die Frage der Verantwortung jedes einzelnen Menschen zentral – vom Performer bis zum Publikum.

14.00 bis 17.00 Uhr / Projektraum Römerstraße 2A
Ongoing Performance & Drawings on the TOMIKO Archive (in Progress) – Die Tänzerin und Performancekünstlerin Savyon nähert sich einem Konvolut von gesammelten Archiv- und Amateurfotografien, gesammelt von der Künstlerin Patrizia Bach. Diese überträgt sie in kurze, performative Sequenzen, die simultan von Patrizia Bachs Zeichnungen rückübersetzt werden.

15.00 Uhr / Theater Rampe
Things We Don't Know, Things We May – Gemeinsame Lesung und Workshop mit Wiam El-Tamami.

16.15 Uhr / Theater Rampe
Catastrophe Models – Locating Immeasurable Pasts and Futures – Video-Screening und Vortrag mit Florian Goldmann über die Art und Weise, wie sich Zukunftsvorstellungen und Katastrophenszenarios in Landschaften, Städte, Biografien, sowie das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft einschreiben.

17.00 Uhr / Theater Rampe
Nur Wert hat Bestand? – Eine performative Dekonstruktion des Historismus im Bereich Real Estate mit Ana Filipovic und Verena Hartbaum.

18.00 Uhr / Theater Rampe
Paneldiskussion mit Enos Nyamor, Alice Sarmiento und Ebru Celkan über die Auswirkungen digitaler Medien auf das kritische Denken in Kulturjournalismus und Bildung.
Moderiert von Tilman Wörtz (Zeitenspiegel Reportagen).

Im Anschluss Bar und Vesper im Theater Rampe. 


​Teilnehmer*innen: Patrizia Bach, Luise Boege, Ebru Nihan Celkan, Imran Channa, Leone Contini, Cinzia Delnevo, Wiam El-Tamami, Sílvia das Fadas, Ana Filipovic, Florian Goldmann, Edan Gorlicki, Sophia Guggenberger, Verena Hartbaum, Edith Lázar, David Mathews, Luiza Margan, Kaiwan Mehta, Enos Nyamor, Neue Dringlichkeit, Ilana Salama Ortar, Yuval Shenhar, Alice Sarmiento, Kathrin Schömer, Christoph Szalay, Savyon, Deniz Utlu, Michael Winter

Das Festival schließt an das gleichnamige Symposium im März 2018 zum »Umgang mit Geschichte als Alltagspraxis« an und findet statt im Rahmen des Programms art, science & business.


​Kurzfestival: 12. bis 14. März 2019
Wo: Theater Rampe, Projektraum Römerstraße 2A und verschiedene Orte rund um den Marienplatz in Stuttgart

Ausstellung: 13. März bis 14. April 2019
Wo: Projektraum Römerstraße 2A
Öffnungszeiten: Do 14.3. / So 17.3. / So, 24.3. / So, 31.3. / So, 7.4. / So, 14.4.
Jeweils von 14 bis 19 Uhr