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Tag der Weißen Fahne
18. Oktober 2008
»VERGISS DEN 18. OKTOBER NICHT, DEN TAG DER WEISSEN FAHNE!«

Am 18. Oktober 1988 hisste der Künstler Johannes Cladders an der ehemaligen Demarkationslinie zwischen Ost- und Westjerusalem eine weiße Fahne. Aus dieser einmaligen Aktion, die nicht unbedingt die Zustimmung der dortigen Behörden und Bevölkerung fand, wird die Akademie Schloss Solitude zwanzig Jahre später einen »Tag der Weißen Fahne« einführen, der unter dem Motto »Vergiss den 18. Oktober nicht, den Tag der Weißen Fahne« steht. Dadurch möchte sie Menschen in der ganzen Welt animieren, an ihrem Haus oder Fenster für einen Tag eine weiße Fahne, deren symbolische Sprache von jedem und jeder verstanden werden kann, zu hissen.

Die Akademie Schloss Solitude unterstützt die Initiative von Johannes Cladders durch das Netzwerk ihrer ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten und möchte diese Aktion durch ihre Kontakte zur internationalen Kulturszene weltweit bekannt machen.

Die Akademie Schloss Solitude lädt jeden und jede dazu ein, an dieser einmaligen Aktion teilnehmen und mit einer weißen Fahne ein Zeichen zu setzen. Bitte dokumentieren Sie fotografisch ihre persönliche Aktion zum »Tag der Weißen Fahne«. Anmeldung und Dokumentation senden Sie bitte an die Email-Adresse: whiteflag@akademie-solitude.de.

Schließlich wird die Akademie Schloss Solitude am 18. Oktober 2008 selbst eine weiße Fahne auf der Kuppel des Schlosses Solitude hissen.

Zur weißen Fahne schreibt Johannes Cladders:
»Sie besteht aus einem Stück Textil oder aus ähnlichem Material. Ihre Maße und Form sind objektiv beschreibbar. Daneben enthält sie außer der weißen Farbe keine weitere visuelle Information. Daher ist sie auch für jede Art individueller wie korporativer Interpretation offen: Von der Farbsymbolik bis hin zu den zahllosen Bedeutungen im Kontext von Politik, Krieg und Frieden, Religion, Philosophie, Wissenschaft, Moral, Kulturgeschichte und Kunst. Die weiße Fahne signalisiert Freiheit. Wer sie am 18. Oktober hisst, setzt ein Zeichen dafür.«

Johannes Cladders, geboren 1924 in Krefeld, ist ehemaliger Direktor des Museums Abteiberg in Mönchengladbach und erhielt 1984 zusammen mit Hans Hollein den deutschen Architekturpreis für den Neubau des Museums. 1989 bis 1992 war Johannes Cladders Juryvorsitzender der Akademie Schloss Solitude. Parallel zu seiner Tätigkeit als Museumsdirektor war und ist Johannes Cladders unter dem Namen »Caesar« tätig.