Von Beginn an hat das Programm art, science & business langjährige überregionale und internationale Kooperationen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Stiftungen aufgebaut, dazu zählen
das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (seit 2002),
die ICN Business School in Nancy (seit 2003),
die Führungsakademie Baden-Württemberg (seit 2003),
das Collège International de Philosophie in Paris (seit 2004),
die Universität Konstanz (seit 2009),
die Zeppelin Universität, Friedrichshafen (seit 2010),
der Kreativitäts- und Innovationsring des Landes Baden-Württemberg (seit 2010)
und die Schader-Stiftung, Darmstadt (seit 2011).
Mit diesen Partnern werden gemeinsam Arbeitsaufenthalte vergeben und kooperative Projekte (Veranstaltungen, Publikationen, Forschungsvorhaben) entwickelt und umgesetzt.
Aktivitäten und Projekte
Das Programm art, science & business lässt einen großen Spielraum für unterschiedliche Formen der Teilnahme. Während ihres Aufenthaltes können Wissenschaftler und Manager zum Beispiel an der Redaktion und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen oder der Evaluierung von Arbeitsprozessen sowie der Formulierung neuer Projektvorhaben arbeiten. Die abgeschiedene und idyllische Lage der Akademie sowie die Begegnung mit Künstlern und Wissenschaftlern vor Ort bieten die Ruhe und Inspiration, die ein konzentriertes Arbeiten erlauben. Das Umfeld der Kunst, die als Seismograph gesellschaftliche und technologische Entwicklungen früh aufspürt und kritisch begleitet, begünstigt jede Form von prospektivem Denken. Dies führt zu einer Bereicherung, die individuell und institutionell neue Denk- und Arbeitsweisen erschließt.
Auf Initiative von Stipendiaten finden interne und öffentliche Veranstaltungen wie Symposien, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Ausstellungen statt oder werden Publikationen herausgegeben. Ebenso werden im Programm art, science & business neue Formate zu Themen wie Kreativität und Innovation entworfen, beispielsweise das Sonderprogramm »Tausche deine Arbeitswelt«. Im Rahmen all dieser Veranstaltungen und Veröffentlichungen werden die Schnittmengen von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft verhandelt und der Austausch über Disziplingrenzen hinweg angeregt.
Schwerpunktthemen
Das Programm art, science & business ist ein wichtiger Impulsgeber für Themen der Akademie und hat seit seiner Gründung ein umfangreiches Programm zu folgenden Inhalten gestaltet: »Erinnern und Vergessen« und »Bild und Visualisierung« (beide 2004–2006), »Handeln mit der Angst« (2007–2009) und »Design of the (In-)Human« (2009–2011). Zu diesen Schwerpunktthemen wurden Stipendiaten ausgewählt, Veranstaltungen organisiert und Publikationen veröffentlicht. Stipendiaten und Gäste initiierten darüber hinaus weitere Projektthemen wie »Typologie des Auftritts«, »Arbeitsräume in Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst« und »Fetisch + Konsum«, die interdisziplinär erarbeitet wurden.
Auf Anregung der aktuellen Juryvorsitzenden der Akademie, Corinne Diserens, organisiert die Akademie für die Jahre 2011 bis 2015 ihr Programm art, science & business um das Thema »Chronicles of Work«. Im Blickfeld liegen neben dem Begriff der Arbeit im Allgemeinen insbesondere die Veränderungen in der modernen und gegenwärtigen Organisation von Arbeit und deren Konsequenzen für die Gesellschaft. Dies wird an der Akademie aus den vielfältigen Perspektiven der künstlerischen Praxis, der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaften und der Ökonomie diskutiert.