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Sommerakademie



Internationale Meisterklasse für junge Komponisten


Im zweijährigen Rhythmus veranstaltet die Akademie Schloss Solitude seit 2003 eine Meisterklasse für junge Komponistinnen und Komponisten. Die Arbeit und Diskussionen über die Kompositionen der sechzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie kompositorisches Denken stehen im Mittelpunkt der Sommerakademie, ebenso wie individueller Unterricht, Gruppenarbeit und abendliche Präsentationen der Komponisten vor der Gruppe. Die sechste Sommerakademie wird vom 1. bis 18. August 2013 stattfinden.

Gegen Ende der Meisterklasse arbeiten die Kursteilnehmer mit dem Freiburger Ensemble SurPlus zusammen, um zwei öffentliche Konzerte mit ihren Werken aufzuführen. Ebenso werden Musikanalysen mit den Dozenten, Workshops über Notation und Aufführungspraxis mit SurPlus Mitgliedern und Gastpräsentationen angeboten. Dieser Kurs bietet für die Teilnehmer ein stimulierendes Umfeld im Naherholungsgebiet um die Akademie Schloss Solitude und gibt ihnen die seltene Möglichkeit, sich intensiv untereinander, mit den drei Dozenten und mit Künstlern anderer Kunstsparten, den Stipendiaten der Akademie, auszutauschen. Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi sind feste Lehrkräfte der Sommerakademie. Als weiterer Dozent wird Johannes Schöllhorn zu Gast sein.

Die Bewerbungsfrist endete am 1. Oktober 2012.
Die Namen der ausgewählten Bewerber werde in Kürze (bis spätestens Ende Februar 2013) an dieser Stelle bekanntgegeben.

Mit der freundlichen Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.



 



Dozenten: Chaya Czernowin, Steven Kazuo Takasugi, Johannes Schöllhorn


Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi sind als feste Lehrkräfte für die Sommerakademie vorgesehen, um der Meisterklasse Beständigkeit in ihrer methodischen und inhaltlichen Ausrichtung zu geben. Stets wechselnde weitere Dozenten sollen die Basis für einen abwechslungsreichen Austausch zwischen den Lehrkräften und den Kursteilnehmern bilden. Für die Meisterklasse 2009 lehrten Mark Andre und Claus-Steffen Mahnkopf als weitere Dozenten. Im Jahr 2011 war Amnon Wolman Gastdozent und für die Sommerakademie 2013 konnte Johannes Schöllhorn als Gastdozent gewonnen werden.


Biografien der Dozenten:


Chaya Czernowin (*1957 in Israel) studierte an der Rubin Academy in Tel Aviv, in Berlin und an der University of California in San Diego. Es folgten Einladungen nach Japan (1993–1995) und an die Akademie Schloss Solitude (1996). Zusätzlich zu Kammermusik und Orchester-Arbeiten schrieb Czernowin zwei Opern: Pnima...ins Innere für die Münchener Biennale (2000) und Adama, eine Kontrapunkt-Arbeit über Mozarts Zaide für die Salzburger Festspiele. Pnima erhielt die Auszeichnung Best Premier der Opernwelt (2000) und gewann den Bayerischen Theaterpreis. Zaide/Adama wurde von der ARD gezeigt und von der Deutschen Grammophon aufgenommen. Beide Opern wurden vielfach aufgeführt.

Czernowin war als Artist in Residence bei den Salzburger Festspielen (2005/2006) und wird 2013 als Artist in Residence am Lucerne Festival teilnehmen. Sie unterrichtete Komposition am JML Institute Tokyo sowie bei den Darmstädter Ferienkursen (1994–2010) und war Professorin für Musik sowohl an der University of California in San Diego (1997–2005) als auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (2006–2009). Seit 2009 hält sie die Walter Bigelow Rosen Professur an der Harvard University. Seit 2003 unterrichtet sie an der Sommerakademie der Akademie Schloss Solitude.

Chaya Czernowin erhielt unter anderem mehrere America Israel Fellowships (1979–1982) und repräsentierte Israel am Unesco Composer’s Rostrum (1981); zu ihren Auszeichnungen zählen des Weiteren: DAAD-Stipendien (1983–1985); UCSD Fellowships (1987–1993); Stipendiumpreis (1988); Kranichsteiner Musikpreis (1992); Asahi Shimnun und American NEA Fellowships (1994/1995); Stipendium der Akademie Schloss Solitude (1996); IRCAM Reading Panel Commission (1998); Stipendien des SWR Experimentalstudios Freiburg (1998/2000/2001); ISCM World Music Day Pieces (1995/2001); Komponisten-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2003); Rockefeller Foundation (2004); Nominierung als Stipendiatin des Wissenschaftskollegs Berlin (2008); Fromm Foundation Award (2009); Guggenheim Foundation Fellowship (2011). Ihre Werke werden von Schott verlegt. Ihre Musik wird von Mode Records, Wergo, Col Legno, Deutsche Grammophon, Neos, Ethos und Einstein Records veröffentlicht.


Steven Kazuo Takasugi (*1960 in Los Angeles, CA/USA) studierte Komposition bei Noah Creshevsky, Bunita Marcus, Morton Feldman, Brian Ferneyhough, Joji Yuasa und Roger Reynolds sowie Computermusik bei Charles Dodge, F. Richard Moore und Harold Cohen. Er begann sein Studium an der University of California in Los Angeles und beendete sein Bachelor-Studium am Brooklyn College Conservatory of Music an der City University of New York, NY/USA. Sowohl seinen Master-Abschluss als auch seine Promotion in Komposition erhielt er an der University of California in San Diego, CA/USA. Seine Studienfelder umfassten Algorithmische Komposition, Ästhetik und Variations-Formen. Er absolvierte Künstler- und Gastaufenthalte in Japan, Deutschland, Frankreich, Israel und den USA.

Takasugi erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter: John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship; Japan Foundation Artist Fellowship and Residency; DAAD Hochschulsommerkursstipendium; Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung; Auftragsarbeit für die Ernst von Siemens Musik-Stiftung; Morton Gould ASCAP Award; MacDowell Colony Fellowship; University of California Regents Scholarship; Maxwell and Muriel Gluck Endowed Fellowhip for Music Composition; UCLA Pierre Boulez Residency; Stipendium des Oberbürgermeisters von Darmstadt.

Steven Kazuo Takasugi unterrichtet Komposition am Music Department des Doctoral Student Composition Program der Harvard University, Harvard, MA/USA, und ist Geschäftsführer des Harvard Summer Institute for Music Composition. Er ist Mitglied des Vorstands des Talea Ensembles und des Beratungsgremiums der Eiler Foundation. Takasugi lehrte an der University of California in San Diego, dem California Institute of the Arts, dem Kunitachi College of Music in Tokyo/Japan und HaTeiva in Jaffa/Israel. Zudem ist er ständiges Mitglied des Dozenten-Teams der Sommerakademie der Akademie Schloss Solitude und des Tzlil Meudcan Summer Course for Contemporary Performance and Composition in Israel.
Er nimmt zahlreiche Lehraufträge wahr, ist der Autor vieler Artikel über Neue Musik sowie Ästhetik und ist Gründungsmitglied des Search Journal for New Music und des Magazins Culture. Seine Werke wurden weltweit aufgeführt, darunter bei folgenden Festivals: Musik und Gegenwart, Leipzig; Spark Festival, Minnesota/USA; Julliard School of Music, New York City; Acousmain, Frankfurt; E-Werk, Freiburg; Transit Festival, Leuven/Belgien; Ultraschall und MaerzMusik, Berlin; HaTeiva, Jaffa; Symphony Space, New York City; New Music, Stockholm/Schweden; Theater Freiburg; Bludenz Festival for Contemporary Music, Österreich; ISCM Genf/Schweiz; ICMC Thessaloniki/Griechenland; IRCAM, Paris/Frankreich; Asia Music Week, Yokohama/Japan; Tempus Novum, Tokyo; The Central Conservatory of Music, Peking/China; Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.


Johannes Schöllhorn (*1962 in Murnau) studierte in Freiburg bei Klaus Huber, Emanuel Nunes und Mathias Spahlinger Komposition, Musiktheorie bei Peter Förtig und besuchte Dirigierkurse bei Peter Eötvös. Er arbeitet mit zahlreichen internationalen Solisten, Ensembles und Orchestern, unter anderen dem Ensemble Modern, Ensemble intercontemporain, Ensemble l’instant donné, dem Klangforum Wien, Ensemble musikFabrik, ensemble recherche, den Neuen Vocalsolisten, ensemble ascolta, dem Neuen Ensemble, den Symphonieorchestern des WDR und SWR Stuttgart, dem Seoul Philharmonic Orchestra und dem Philharmonia Orchestra London zusammen und erhielt einige internationale Kompositionspreise und Auszeichnungen.

Im Jahre 1997 war er Gewinner des Comité de Lecture des Ensemble intercontemporain und erhielt 2009 den Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen. Seine Kammeroper les petites filles modèles wurde oftmals in Paris und an verschiedenen Orten Frankreichs gespielt und hatte 1997 an der Opéra de Bastille Premiere. 2008 war er im Rahmen des into-Projekts zu einem Studienaufenthalt in Hong Kong.
Seine Musik umfasst viele Genres von Kammer- und Vokalmusik über Werke für Orchester bis hin zum Musiktheater. Er beschäftigt sich ebenfalls auf vielfältige Weise mit musikalischer Bearbeitung, unter anderem hat er eine Version von ...explosante-fixe... von Pierre Boulez erarbeitet.

Johannes Schöllhorn war bis 2004 Leiter des Ensembles für Neue Musik an der Hochschule für Musik Freiburg und unterrichtete von 1995 bis 2000 an der Hochschule für Musik und Theater Zürich-Winterthur. Von 2001 bis 2009 war er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Leiter des Instituts für Neue Musik. Seit Oktober 2009 ist er Professor für Komposition und Leiter des Instituts für Neue Musik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Johannes Schöllhorn unterrichtete mehrmals am Kompositionsseminar der Fondation Royaumont sowie dem Bartók-Festival und gab unter anderem Kompositionskurse beim Ictus-Seminar, am Conservatoire de Paris, am Conservatory of Music in Tianjin/China, am Central Conservatory in Peking/China, in Hongkong, beim Takefu International Music Festival in Japan, an der Tokyo Ondai University in Japan, beim Seoul Philharmonic Orchestra in Südkorea und am Centro San Fedele Milano in Italien.


Information:


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