{"id":14898,"date":"2020-02-09T10:52:51","date_gmt":"2020-02-09T09:52:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/?post_type=news&#038;p=14898"},"modified":"2020-09-14T17:36:01","modified_gmt":"2020-09-14T15:36:01","slug":"ausstellung-our-loves-are-not-only-human","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/de\/news\/ausstellung-our-loves-are-not-only-human\/","title":{"rendered":"Ausstellung \u00bbOur Loves Are Not Only Human\u00ab"},"content":{"rendered":"","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"template":"","news_type":[503],"class_list":["post-14898","news","type-news","status-publish","hentry","news_type-pressemitteilung"],"acf":{"bgcolor":"","bgcolor_custom":"","custom_color_css_variable":"","content_type":[{"acf_fc_layout":"content_txt","acfe_flexible_layout_title":"Text","bgcolor":"","bgcolor_custom":"","layout_col_size":8,"txt_cols":"is-1-txtcol","txt":"<strong>Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u00bbOur Loves Are Not Only Human \u2013 On Permaculture Networks, Atomic Blasts, Artificial Bodies &amp; Bioplastics\u00ab\u00a0<\/strong>\r\nMit\u00a0Johanna Bruckner, Gary Zhexi Zhang &amp; Agnes Cameron, Umber Majeed und Tiare Ribeaux\r\n\r\n20. Februar 2020, 19 Uhr\r\nProjektraum R\u00f6merstra\u00dfe 2 A der Akademie Schloss Solitude\r\n\r\nDie Ausstellung \u00bbOur Loves Are Not Only Human\u00ab widmet sich ausgew\u00e4hlten digitalen Projekten, die in den letzten zwei Jahren im Rahmen der Web Residencies by Solitude &amp; ZKM produziert worden sind. Seit 2016 f\u00f6rdert die Akademie Schloss Solitude K\u00fcnstler*innen, Designer*innen, Technolog*innen, Hacker*innen und Forscher*innen, die das Internet als Produktionsst\u00e4tte nutzen und innovative sowie alternative Ans\u00e4tze im Umgang mit digitalen Medien, Technologien und Themen praktizieren. Gef\u00f6rdert wird die kritische Auseinandersetzung mit digitaler Kultur sowie den Facetten und Auswirkungen der Digitalisierung von Medien, Kunst, Kultur und Gesellschaft. Erstmals seit der Entstehung des Programms werden unterschiedliche Arbeiten von Web Residents aus ihrer Onlinepr\u00e4senz in eine Offline-Ausstellung \u00fcberf\u00fchrt.\r\n\r\nDie thematischen Ausschreibungen der letzten zwei Jahre im Rahmen der Web Residencies by Solitude &amp; ZKM widmeten sich unter anderem Fragestellungen wie: Was k\u00f6nnen wir von Maschinen lernen und wie stark sind wir in unserer Lebens- und Arbeitswelt von ihnen abh\u00e4ngig? Wie k\u00f6nnen wir mit Hilfe neuer Technologien Geschichten \u00fcber alternative (insbesonders nicht-westliche und nicht-patriarchale) Zusammenk\u00fcnfte erz\u00e4hlen? In welcher Beziehung stehen neue Pflegetechnologien zur allgemeinen Krise in der Pflege? Mit welchen technischen Innovationen, Hacks oder Open-Source-Strategien k\u00f6nnen wir den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels entgegentreten? Welche neuen Anwendungen k\u00f6nnen dazu dienen, Machtstrukturen in den heutigen Netzwerksystemen und Unternehmen zu untergraben?\r\n\r\nDie ausgew\u00e4hlten Arbeiten befassen sich mit dem Thema kollektive F\u00fcrsorge und Verantwortung in der Gesellschaft. Die teilnehmenden K\u00fcnstler*innen\u00a0<strong>Johanna Bruckner, Gary Zhexi Zhang &amp; Agnes Cameron, Umber Majeed und Tiare Ribeaux i<\/strong>nszenieren eine spekulative Zukunft, in der sowohl menschliche wie auch die Bed\u00fcrfnisse nicht-menschlicher Welten ber\u00fccksichtigt werden.\r\n\r\nDie Gruppenausstellung sensibilisiert f\u00fcr gemeinschaftliche und inklusivere Erfahrungen und regt den Aufbau neuer Beziehungen an. Die K\u00fcnstler*innen zeigen mit ihren Projekten die Notwendigkeit auf, alternative Narrative und Handlungsweisen zu entwickeln und bedienen sich dabei unterschiedlicher Konzepte: Umber Majeed entwirft eine spekulative Fiktion \u00fcber die feministische Historisierung Pakistans als erster \u00bbmuslimischer Atomstaat\u00ab und Johanna Bruckner entwickelt nanotechnische, nicht-geschlechtliche Wesen in einer durch Molekularisierung und Vernetzung gepr\u00e4gten Welt. Das Permaculture Network von Gary Zhexi Zhang &amp; Agnes Cameron veranschaulicht wie eine digitale\/organische Infrastruktur der Gemeinschaft als Mittel zur Interaktion mit der Umwelt dient und dar\u00fcber hinaus ein Gespr\u00e4ch \u00fcber \u00f6kologische Erhaltung und Erholung er\u00f6ffnen kann. Tiare Ribeaux stellt eine Handlungsanleitung wie auch ein \u00e4sthetisches und mythologisches Konzept vor, um die materiellen Paradigmen der petrochemischen Plastikproduktion, in denen wir scheinbar gefangen sind, neu zu \u00fcberdenken.\r\n\r\nIn dem viel zitierten Kapitel \u00bbPlaying String Figures with Companion Species\u00ab res\u00fcmiert Donna Haraway: \u00bbWir alle sind verantwortlich f\u00fcr die Gestaltung der Bedingungen f\u00fcr das Gedeihen vielf\u00e4ltiger Arten angesichts schrecklicher und manchmal auch freudvoller Geschichten, aber wir sind nicht in der gleichen Weise verantwortlich. Die Differenzen sind von Bedeutung \u2013 f\u00fcr die \u00d6kologie, Wirtschaft, Spezies und Leben.\u00ab (1)\r\n\r\nDie Ausstellung pr\u00e4sentiert k\u00fcnstlerische Arbeiten, in denen die sozialen und ethischen Dimensionen der F\u00fcrsorge und der Verantwortung zwischen Menschen, der Welt der Dinge und anderen Spezies aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt steht das technologiebasierte Kn\u00fcpfen, Pflegen, Wiederherstellen, Aktivieren und Kritisieren von (im)materiellen Beziehungen.\r\n\r\n(1) Donna Haraway, \u00bbStaying with the trouble. Making kin in the Chthulucene\u00ab, 2016\r\n\r\nAm Er\u00f6ffnungsabend\u00a0pr\u00e4sentiert<strong>\u00a0Johanna Bruckner\u00a0um 21 Uhr die Performance\u00a0<\/strong><strong>\u00bbSym-poetic Desires\u00ab.<\/strong>\u00a0Im Rahmen der Ausstellung findet au\u00dferdem\u00a0am\u00a0<strong>Samstag, 22. Februar\u00a0ein Workshop mit Tiare Ribeaux<\/strong>\u00a0statt.\u00a0Sie f\u00fchrt in die Geschichte der Biokunststoff- und Biotextil-Bewegung sowie in ihre k\u00fcnstlerische Praxis ein. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen werden Biokunststoffe aus Bio-Polymeren hergestellt, die aus pflanzlichen oder lebensmittelbasierten Materialien stammen.\r\n\r\nDie Teilnehmer*innenzahl f\u00fcr den Workshop von Tiare Ribeaux ist begrenzt,\r\nAnmeldung\u00a0an\u00a0<a href=\"mailto:s.nijboer@akademie-solitude.de\" data-cke-saved-href=\"mailto:s.nijboer@akademie-solitude.de\">s.nijboer@akademie-solitude.de<\/a>. Eintritt frei.\r\n\r\nDie Ausstellung wurde kuratiert von: \u00bbDigital Solitude\u00ab (Inga Seidler, Denise Helene Sumi und Sarie Nijboer).\r\n\r\n<strong>Er\u00f6ffnung:<\/strong>\u00a020. Februar 2020, 19 Uhr\r\n<strong>Ausstellungsdauer:<\/strong>\u00a021. Februar bis 29. M\u00e4rz 2020\r\n<strong>Wo:<\/strong>\u00a0Projektraum R\u00f6merstra\u00dfe, R\u00f6merstr. 2A, 70178 Stuttgart\r\n<strong>\u00d6ffnungszeiten:\u00a0<\/strong>Do 17 bis 19 Uhr, Sa\/So 14 bis 18 Uhr\r\nund nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 0711 99619 474\r\n<strong>Workshop:\u00a0<\/strong>22. Februar 2020, 14\u201317 Uhr, begrenzte Teilehmer*innenzahl"}],"intro_preview_headline":"Ausstellung \u00bbOur Loves Are Not Only Human\u00ab","intro_preview_txt":"Die Ausstellung \u00bbOur Loves Are Not Only Human\u00ab widmet sich ausgew\u00e4hlten digitalen Projekten, die in den letzten zwei Jahren im Rahmen der Web Residencies by Solitude &amp; ZKM produziert worden sind. 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