{"id":44633,"date":"2026-02-10T18:05:56","date_gmt":"2026-02-10T17:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/?post_type=news&#038;p=44633"},"modified":"2026-03-05T17:38:09","modified_gmt":"2026-03-05T16:38:09","slug":"call-for-applications-zwangsarbeit-en-work-force-d-residencies","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/de\/news\/call-for-applications-zwangsarbeit-en-work-force-d-residencies\/","title":{"rendered":"Call for Applications: \u00bbZwangsarbeit\/en \u2013 Work Force\/d\u00ab Residencies"},"content":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"template":"","news_type":[502],"class_list":["post-44633","news","type-news","status-publish","hentry","news_type-news"],"acf":{"bgcolor":"","bgcolor_custom":"","custom_color_css_variable":"","content_type":[{"acf_fc_layout":"content_txt","_acfe_flexible_layout_title":null,"acfe_flexible_layout_title":"Text","bgcolor":"","bgcolor_custom":"","layout_col_size":8,"txt_cols":"is-1-txtcol","txt":"<span class=\"has-font-maison-neue\" style=\"font-family: Maison Neue;\">K\u00fcnstlerische Residenzen zu Erinnerungsorten der Zwangsarbeit in Stuttgart<\/span>\r\n\r\n<span class=\"has-font-maison-neue\" style=\"font-family: Maison Neue;\">Die Akademie Schloss Solitude und die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart vergeben zwei k\u00fcnstlerische Aufenthaltsstipendien von jeweils sechs Monaten im Zeitraum Juli 2026 bis Juni 2027. Die Stipendien richten sich sowohl an internationale K\u00fcnstler*innen als auch K\u00fcnstler*innen aus dem Raum Stuttgart aus den Bereichen Bildende Kunst sowie Kunst im \u00f6ffentlichen Raum. Ziel ist die Produktion einer ortsbezogenen k\u00fcnstlerischen Arbeit im \u00f6ffentlichen Raum, die die Vermittlung und Zug\u00e4nglichkeit von einem oder mehreren konkreten Orten der Zwangsarbeit f\u00fcr die Stadtgesellschaft f\u00f6rdert.<\/span>\r\n\r\nDas Projekt <span class=\"has-font-maison-neue\" style=\"font-family: Maison Neue;\"><strong>Zwangsarbeit\/en \u2013 Work Force\/d<\/strong> <\/span>r\u00fcckt Orte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Stuttgart in den Mittelpunkt einer k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung. Zwischen 1939 und 1945 waren zehntausende Menschen aus ganz Europa in Stuttgart als Zwangsarbeiter*innen eingesetzt \u2013 in Industrie, Bauwesen, Landwirtschaft, \u00f6ffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalten, h\u00e4ufig unter unmenschlichen Bedingungen. Die Orte dieser Zwangsarbeit waren Teil des st\u00e4dtischen Alltags. Viele existieren bis heute, sind jedoch kaum noch als Orte von Gewalt, Ausbeutung und Entrechtung erkennbar.\r\n\r\nIm Rahmen der Residenzen sollen diese Orte durch k\u00fcnstlerische Interventionen und Vermittlungsformate wieder lesbar werden \u2013 nicht als abgeschlossene historische Schaupl\u00e4tze, sondern als R\u00e4ume, die im heutigen Stadtraum neu befragt und gemeinsam ausgehandelt werden. Welche Geschichten, Spuren und Br\u00fcche sind in ihnen eingeschrieben? Wie wirken die Erfahrungen der Zwangsarbeit in Biografien, famili\u00e4ren Erinnerungen und gesellschaftlichen Strukturen bis heute nach? Und wie lassen sich von diesen historischen Orten aus Bez\u00fcge zu gegenw\u00e4rtigen Formen erzwungener, abh\u00e4ngiger oder prek\u00e4rer Arbeit herstellen \u2013 ohne einfache Gleichsetzungen, aber mit einer kritischen Aufmerksamkeit f\u00fcr Kontinuit\u00e4ten und Verschiebungen?\r\n\r\nErinnerungskultur wird dabei als offener, dialogischer Prozess verstanden, der sich erst in der Begegnung von k\u00fcnstlerischer Praxis, historischer Recherche und Stadtgesellschaft im \u00f6ffentlichen Raum entfaltet. Die k\u00fcnstlerischen Arbeiten und begleitenden Vermittlungsformate sollen R\u00e4ume er\u00f6ffnen, in denen unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen und Perspektiven zusammenkommen \u2013 und in denen sich die Geschichte der Zwangsarbeit mit heutigen Fragen von Arbeit, Migration, Ausbeutung und Verantwortung neu verschr\u00e4nken kann, auch im globalen Zusammenhang.\r\n\r\nWeitere Informationen zum Projekt\/Stipendium finden Sie <a href=\"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/de\/stipendium\/sonderstipendien\/zwangsarbeit-en-work-force-d-residencies\/\">hier<\/a>."},{"acf_fc_layout":"content_txt","_acfe_flexible_layout_title":null,"acfe_flexible_layout_title":"Text","bgcolor":"has-bg-yellow","bgcolor_custom":"","layout_col_size":12,"txt_cols":"is-1-txtcol","txt":"<h4><strong>Wer kann sich bewerben?<\/strong><\/h4>\r\nDie Ausschreibung richtet sich an nationale und internationale K\u00fcnstler*innen, die bereit sind, sich k\u00fcnstlerisch mit konkreten historischen Orten der Zwangsarbeit in Stuttgart auseinanderzusetzen und neue Formen der Erinnerungskultur zu entwickeln. Die Orte sollten sich im Stuttgarter Stadtgebiet befinden. Bei der Recherche unterst\u00fctzt die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur. Eine Liste m\u00f6glicher Orte finden Sie hier:\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/www.zwangsarbeit-in-stuttgart.de\/ns-zwangsarbeit-in-stuttgart\/ns-zwangsarbeit\/orte-der-ns-zwangsarbeit-karte\">https:\/\/www.zwangsarbeit-in-stuttgart.de\/ns-zwangsarbeit-in-stuttgart\/ns-zwangsarbeit\/orte-der-ns-zwangsarbeit-karte<\/a>\r\n\r\nDas Stipendium wird ohne Altersbeschr\u00e4nkung vergeben.\r\nBewerbungen von Kollektiven sind leider nicht m\u00f6glich. Wir ermutigen K\u00fcnstler*innen aus dem Raum Stuttgart, sich zu bewerben.\r\n<h4><strong>Vermittlung<\/strong><\/h4>\r\nVermittlung und Zug\u00e4nglichkeit stehen im Mittelpunkt des Projekts. Neben der Produktion einer ortsbezogenen k\u00fcnstlerischen Arbeit sind w\u00e4hrend des Stipendiums mindestens zwei begleitende \u00f6ffentliche Veranstaltungen vorgesehen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und verschiedene Beteiligungsformate erproben sollen. Das \u00f6ffentliche Vermittlungsprogramm wird in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Stuttgart, der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Baden-W\u00fcrttemberg und dem Stuttgarter Arbeitskreis Zwangsarbeit realisiert. Auch die unmittelbare Nachbarschaft der Erinnerungsorte soll aktiv mit einbezogen werden, um sich selbst als Teil einer lebendigen Erinnerungspraxis zu begreifen.\r\n\r\n<strong>Das Stipendium umfasst:<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>einen sechsmonatigen Aufenthalt in Stuttgart, optional aufgeteilt auf zwei Zeitr\u00e4ume<\/li>\r\n \t<li>ein monatliches Stipendium von 1.300 \u20ac<\/li>\r\n \t<li>ein m\u00f6bliertes Wohn- und Arbeitsstudio an der Akademie Schloss Solitude<\/li>\r\n \t<li>einmalige Erstattung der Reisekosten f\u00fcr An- und Abreise<\/li>\r\n \t<li>Projektmittel in H\u00f6he von 5.000 \u20ac pro Stipendium (f\u00fcr Recherche und Produktion)<\/li>\r\n \t<li>\u00dcbernahme der Krankenversicherungskosten f\u00fcr Nicht-EU-B\u00fcrger*innen<\/li>\r\n \t<li>Austausch mit einer internationalen, multidisziplin\u00e4ren Stipendiat*innengemeinschaft<\/li>\r\n \t<li>Teilnahme an Veranstaltungen der Akademie<\/li>\r\n \t<li>Unterst\u00fctzung bei lokaler und regionaler Vernetzung<\/li>\r\n \t<li>Nutzung der Werkst\u00e4tten (Holz, Metall, Videoschnitt\/VR) und Bibliotheken<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h4><strong>Bewerbungsprozess<\/strong><\/h4>\r\nDie Bewerbung sollte folgende Unterlagen (in einem PDF mit maximal 10 MB) enthalten:\r\n<ul>\r\n \t<li>Ein k\u00fcnstlerisches Konzept, das mindestens einen spezifischen Ort der Zwangsarbeit im \u00f6ffentlichen Raum Stuttgarts untersucht, aktiviert und (neu) sichtbar macht. Die k\u00fcnstlerischen Formate k\u00f6nnen dauerhaft, tempor\u00e4r, performativ oder partizipativ angelegt sein. Entscheidend ist der Bezug zum Ort und dessen heutige soziale Umgebung. (Maximal 3 Seiten). Die endg\u00fcltige Festlegung auf einen konkreten Ort kann auch noch sp\u00e4ter w\u00e4hrend der Recherchephase erfolgen.<\/li>\r\n \t<li>K\u00fcnstlerisches Portfolio, optional mit Links (maximal 10 Seiten).<\/li>\r\n \t<li>Lebenslauf<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDie Realisierung von Kunstwerken im \u00f6ffentlichen Raum ist abh\u00e4ngig von der Genehmigung durch fl\u00e4chenverwaltende \u00c4mter, grundst\u00fcckbesitzende Privatpersonen oder Organisationen.\r\n\r\nDie Auswahl wird durch eine Jury aus Expert*innen und Vertreter*innen der Akademie Schloss Solitude sowie der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur getroffen.\r\n\r\n<span class=\"has-font-maison-neue\" style=\"font-family: Maison Neue;\">Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung bis zum 16. M\u00e4rz 2026, 12 Uhr (CET)<\/span> unter folgendem Link ein: <a href=\"https:\/\/my.hidrive.com\/upl\/bICtJQWLc\">https:\/\/my.hidrive.com\/upl\/bICtJQWLc<\/a>"},{"acf_fc_layout":"content_txt","_acfe_flexible_layout_title":null,"acfe_flexible_layout_title":"Text","bgcolor":"","bgcolor_custom":"","layout_col_size":8,"txt_cols":"is-1-txtcol","txt":"F\u00fcr inhaltliche R\u00fcckfragen steht Ihnen Franziska Weber, Leitung der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur im Kulturamt Stuttgart unter <a href=\"mailto:Franziska.Weber@stuttgart.de\">Franziska.Weber@stuttgart.de<\/a> zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr allgemeine Fragen zur Ausschreibung und zum Projekt steht Ihnen Diana Yasmin Haddad, Referentin f\u00fcr Projekte und\u00a0Veranstaltungen, Akademie Schloss Solitude, unter <a href=\"mailto:d.haddad@akademie-solitude.de\">d.haddad@akademie-solitude.de<\/a> zur Verf\u00fcgung.\r\n\r\n<span class=\"has-font-maison-neue\" style=\"font-family: Maison Neue;\">Zwangsarbeit\/en \u2013 Work force\/d<\/span> ist ein Projekt der Akademie Schloss Solitude und der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart. 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