{"id":7792,"date":"2020-03-31T12:59:49","date_gmt":"2020-03-31T10:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/news\/aykan-safoglu-und-georges-senga-sind-teil-der-21-contemporary-art-biennial-sesc_videobrasil\/"},"modified":"2021-04-05T23:35:07","modified_gmt":"2021-04-05T21:35:07","slug":"aykan-safoglu-und-georges-senga-sind-teil-der-21-contemporary-art-biennial-sesc_videobrasil","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.akademie-solitude.de\/de\/news\/aykan-safoglu-und-georges-senga-sind-teil-der-21-contemporary-art-biennial-sesc_videobrasil\/","title":{"rendered":"Aykan Safo\u011flu und Georges Senga sind Teil der 21. Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil"},"content":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","news_type":[502],"class_list":["post-7792","news","type-news","status-publish","hentry","news_type-news"],"acf":{"bgcolor":"","bgcolor_custom":"","custom_color_css_variable":"","content_type":[{"acf_fc_layout":"content_txt","acfe_flexible_layout_title":"Text","bgcolor":"","bgcolor_custom":"","layout_col_size":8,"txt_cols":"is-1-txtcol","txt":"Der diesj\u00e4hrige Titel der 21. Biennale Sesc_Videobrasil \u00bbImagined Communities\u00ab ist Benedict Andersons Studie \u00fcber den Aufstieg des Nationalismus von 1983 entliehen. Von Andersons Konzeption inspiriert, reflektiert die 21. Biennale Sesc_Videobrasil\u00a0\u00fcber verschiedene Formen sozialer und gemeinschaftlicher Organisationen, die \u00fcber Nationalstaaten hinaus oder an ihren Randgebieten existieren. Es soll ein gemeinsamer Grund f\u00fcr alle Gemeinschaftsimaginationen geschaffen werden, gerade im Hinblick auf die Rolle, die Nationalismus als kritischer Leitgedanke in der heutigen Zeit spielt.\r\n\r\n<strong>Aykan Safo\u011flu mit Videoarbeit\u00a0<em>Off-White Tulips<\/em>\u00a0vertreten<\/strong>\r\n\r\nAykan Safo\u011flus Arbeiten schaffen Beziehungen \u2013 gar Freundschaften \u2013 zwischen kulturellen, geografischen, linguistischen und zeitlichen Grenzen. Seine Arbeit ist zwischen Film, Fotografie und Performance angesiedelt, wobei er offene Fragen der kulturellen Zugeh\u00f6rigkeit, Kreativit\u00e4t und Verwandtschaft stellt. Safo\u011flu erhielt seinen Masterabschluss in Fotografie an der Milton Avery Graduate School of the Arts am Bard College in New York und einen Masterabschluss im Rahmen des Masterprogramms Art in Context der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin.\u00a0Er stellte bereits in Schweden, Neuseeland, Deutschland, Libanon und den USA aus. 2018 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude. Safo\u011flu lebt und arbeitet in Berlin.\r\n\r\nAuf der 21st Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil ist seine Videoarbeit\u00a0<em>Off-White Tulips<\/em> von 2013 zu sehen.\u00a0<em>Off-White Tulips<\/em> ist zusammengesetzt aus Archivbildern und Aufnahmen von Objekten, die St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck von der Kamera gezeichnet werden und dabei einen fiktiven Dialog zwischen dem K\u00fcnstler und dem amerikanischen Autor James Baldwin kreieren, der in den 1960er und 70er Jahren in Istanbul lebte. Safo\u011flu verkn\u00fcpft seine pers\u00f6nliche Geschichte mit der Baldwins, dessen Identit\u00e4t als schwuler schwarzer Autor den Filmemacher dazu bringt, die politischen Dimensionen von Rassismus und Toleranz zu erforschen und Verweise auf t\u00fcrkische und amerikanische Pop-Ikonen miteinzuflechten. Eine ungew\u00f6hnliche Autobiographie erz\u00e4hlt in der dritten Person.\u00a0<em>Off-White Tulips<\/em> wurde im September 2018 an der Akademie Schloss Solitude vorgef\u00fchrt.\r\n\r\n<strong>Georges Senga mit der fotografischen Arbeit\u00a0<em>Cette maison n\u2019est pas \u00e0 vendre et \u00e0 vendre<\/em>\u00a0vertreten<\/strong>\r\n\r\nGeorges Senga Assani arbeitet als Fotograf in Lubumbashi. Zum ersten Mal wurde er auf der Rencontres Picha Biennale de Lubumbashi von Marie-Fran\u00e7oise Plissart und Sammy Baloji entdeckt. Er nahm am Class Master Degree des Goethe-Institut Johannesburg in S\u00fcdafrika, Lubumbashi (2012) und Lagos\/Nigeria (2013) teil. Seine dritte und vierte Fotografieserie<em>\u00a0a life after death<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Kadogos<\/em>\u00a0wurde 2014 auf der Kampala Art Biennale und 2013 auf der Rencontres Picha Biennale de Lubumbashi gezeigt. Zuvor, in 2009, wurde sein Projekt\u00a0<em>impressed<\/em>\u00a0auf der zweiten Lubumbashi Biennale mit Simon Njami vorgestellt. F\u00fcr sein Fotoprojekt\u00a0TRANSIT\u00a0erhielt er 2014 das Forschungsstipendium PRO HELVELTIA. 2015 war er Stipendiat des WIELS Contemporary art centre, Forest\/Belgien, sowie Teil des Projekts African Odyssey am BRASS.\r\n\r\nAuf der 21st Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil ist seine fotografische Arbeit\u00a0<em>Cette maison n\u2019est pas \u00e0 vendre et \u00e0 vendre<\/em>\u00a0von 2016 zu sehen. Die Serie befasst sich mit zwei unterschiedlichen Situationen im Konflikt um urbanen Wohnraum. In Lubumbashi, gelegen in der Demokratischen Republik Kongo, entdeckte der Fotograf mehrere H\u00e4user mit der Aufschrift\u00a0<em>Cette maison n\u2019est pas \u00e0 vendre<\/em>\u00a0[Dieses Haus steht nicht zum Verkauf], wahllos auf den H\u00e4userfronten verteilt. Als Objekte famili\u00e4rer Erbstreits fotografierte Georges Senga die H\u00e4user von Innen und Au\u00dfen und dokumentierte so die Erinnerungen und \u00dcberbleibsel der Bewohner*innen. In der Stadt Praia Grande (an der K\u00fcste S\u00e3o Paulos in Brasilien) dokumentierte der Fotograf im Kontrast dazu die H\u00e4userfronten und Fassaden von H\u00e4usern, die tats\u00e4chlich zum Verkauf stehen \u2013 in einem Kontext des rapiden St\u00e4dtewandels. In dieser zweiten Situation verschwinden die potentiellen Erinnerungen und die in den Geb\u00e4uden und ihren W\u00e4nden verborgenen Zuneigungen.\u00a0<em>Cette maison n\u2019est pas \u00e0 vendre et \u00e0 vendre<\/em> wurde im Januar 2017 an der Akademie Schloss Solitude ausgestellt."}],"intro_preview_headline":"","intro_preview_txt":"Wir freuen uns mit\u00a0Aykan Safo\u011flu\u00a0und\u00a0Georges Senga, die gemeinsam mit 53 weiteren K\u00fcnstler*innen als Teilnehmer der 21. Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil mit dem Titel \u00bbImagined Communities\u00ab ausgew\u00e4hlt wurden. Insgesamt bewarben sich 2280 K\u00fcnstler*innen aus 105 L\u00e4ndern. Die k\u00fcnstlerischen Arbeiten der beiden ehemaligen Stipendiaten der Akademie und der anderen Teilnehmer*innen sind\u00a0vom 9. Oktober 2019 bis zum 2. 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