Chi Hsin Chen

Stipendium:

»Field Trip«-Residenzprogramm

Stadt, Land:

Konstanz, Deutschland

Jahrgang:

2026

Aufenthalt(e):

März 2026 - Apr 2026

Geboren in Kaohsiung/Taiwan.

Chi Hsin Chen ist Verhaltensbiologin. Sie hat wilde Bonobos im Kokolopori-Regenwald in der Demokratischen Republik Kongo (2022–2023), Schimpansen in der Elfenbeinküste (2018), Erdmännchen in der Kalahari-Wüste (2024–2026) sowie Menschen in Laborstudien (2014–2018) untersucht. Sie begeistert sich für Wildtiere, Tierkognition, Evolutionspsychologie und Anthropologie. Sie liebt Outdoor-Abenteuer und bildende Kunst und nutzt jede Gelegenheit, Wildtiere zu beobachten und um überall auf der Welt Kunst zu sammeln und selbst künstlerisch zu arbeiten. Ihr Aquarell-Journal ist ein treuer Begleiter während ihrer abgelegenen Feldforschungen und Reisen. 2023 stellte sie ihre Arbeiten in der kleinen südfranzösischen Stadt Arre in den Cévennen aus.

Chi hat einen B.Sc. in Psychologie der Universität Marburg (2016–2020, Marburg/Deutschland) sowie einen M.Sc. in Ethologie der Université Sorbonne Paris Nord (2020–2022, Paris/Frankreich). Ihr aktuelles Promotionsprojekt am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie (2023–2027, Deutschland) untersucht, wie soziale, kooperativ lebende Säugetiergruppen über »Bedrohungen aus der Luft« kommunizieren und darauf reagieren. Um dieser Frage nachzugehen, reiste sie in die Kalahari-Wüste in Südafrika, um Verhaltensdaten von wilden Erdmännchen zu sammeln. Neben klassischen Verhaltensbeobachtungen verwendet sie automatisierte Bio-Logger, um synchronisierte Daten zu Tonaufnahmen sowie Bewegungsdaten jedes einzelnen Erdmännchens innerhalb einer gesamten sozialen Gruppe zu erfassen.

Neben ihrem wissenschaftlichen Interesse an Tierkognition denkt sie häufig darüber nach, was Tiere möglicherweise denken, wahrnehmen oder sogar träumen (aus einer subjektiven Perspektive). Sie lässt diese wilden Vorstellungen gerne in ihre Kunst einfließen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Solitude-Künstler*innen.

Chis Residency ist Teil von »Field Trip« – einem transdisziplinären Residenzprogramm der Akademie Schloss Solitude und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz.