Kiana Rezvani

Praxisfeld:

Auditiv & Physisch

Stipendium:

Solitude-Stipendium

Stadt, Land:

Berlin, Deutschland

Jahrgang:

2026

Aufenthalt(e):

Apr 2026 - Dez 2026

Kiana Rezvani, geboren 1992 im Westen des Iran, ist eine in Berlin/Deutschland lebende Künstlerin, Choreografin und Forscherin. Sie entwickelt choreografische und performative Formate, die Tanz, Text, Video und Stimme verbinden. Ihre Arbeiten werden in Theatern, Galerien, unabhängigen kuratorischen Räumen sowie in von Künstler*innen geleiteten gemeinschaftsbasierten Projekten gezeigt.

Sie studierte Tanz, Kontext, Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) der Universität der Künste und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin. Ihre aktuelle Forschung beschäftigt sich mit vergessenen, nicht erzählten, verborgenen und unterdrückten Geschichten und Narrativen. Durch das Verweben persönlicher und kollektiver Erinnerungen schafft Rezvani Werke, die Parallelen und Schnittstellen offenlegen und neue Beziehungs- und Möglichkeitsräume eröffnen. Ihre Arbeit hinterfragt kritisch koloniale und imperiale Konstrukte und schafft zugleich einen Raum für poetische Resilienz.

Ihre Solo- und Gemeinschaftsarbeiten wurden unter anderem in den Sophiensælen, den Uferstudios, im Dock 11, Berlin, in der Schwankhalle, Bremen/Deutschland und im Theater im Depot, Dortmund/Deutschland gezeigt. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen cyber ghosts (2022) und cycle of ruins (2023), die beide in Berlin uraufgeführt wurden.

Rezvani ist außerdem Mitbegründerin des Kollektivs cobracobra, das sich auf persönliche Archivmaterialien über die bilateralen Beziehungen der Länder Iran und Bolivien konzentriert. Zu den gemeinsamen Arbeiten des Kollektivs gehören Earth Beings (2021) und DRYCRY (2022).