Rana Hamadeh
Praxisfeld: | Visuell |
Stipendium: | |
Stadt, Land: | Rotterdam, Niederlande |
Jahrgang: | 2025, 2026 |
Aufenthalt(e): | Nov 2025 - Apr 2026 |
Rana Hamadeh ist eine bildende Künstlerin, Klangkünstlerin und Performancekünstlerin aus dem Libanon, die in Rotterdam lebt. Ausgehend von kuratorischen Methoden entwickelt sie in ihrer künstlerischen Praxis Langzeitprojekte, die sich in großformatigen Klangarchitekturen, Systementwürfen, Performances, audiovisuellen Installationen und pädagogischen Rahmenwerken manifestieren.
Im Jahr 2010 begann sie ihr fortlaufendes Projekt Alien Encounters, das seitdem als Inkubator für eine wachsende Serie von Arbeiten dient, die den Begriff der »Fremdheit« problematisiert. In den einzelnen Kapiteln von Alien Encounters fungiert das Fremde sowohl als diskursives als auch als archivarisches Instrument zur Untersuchung kolonialer, von Unternehmen und Staaten geförderter Formen der Gewalt und der sie ermöglichenden Rechtsapparate.
Seit 2016 entwickelt Hamadeh eine von ihr als »maschinenzentrierte Opernpraxis« bezeichnete Arbeitsweise, in der sie Modelle für erweitertes/kollektives Denken, Komponieren und Studieren erprobt. Im Jahr 2020 startete sie ihre neuesten Langzeitprojekte, The Destiny Project und die Serie Standard Deviation. In diesen vertieft sie ihre Untersuchung algorithmischer Gerechtigkeit in Verbindung mit der modernen Geschichte der Arbeit und des Streiks.
Hamadeh ist Preisträgerin des niederländischen Prix de Rome (2017) und wurde unter anderem für den AICA Nederlands Award (2020) und den Dolf Henkes Prize (2016) nominiert.
Ihr Werk wurde im Kunstverein Arnsberg/Deutschland (2023); Haus für Medienkunst (früher: Edith-Russ-Haus), Oldenburg/Deutschland (2022); The Secession, Wien/Österreich (2021); in der Kunsthalle Winterthur/Schweiz (2019); im Melly (früher: Witte de With Center for Contemporary Art), Rotterdam/Niederlande (2017); Institute of Modern Art, Brisbane/Australien (2016); Nottingham Contemporary, Nottingham/Vereinigtes Königreich (2015); in The Showroom, London/Vereinigtes Königreich (2015); in Western Front, Vancouver/Kanada (2015); in der Gallery TPW, Toronto/Kanada (2015) und im KIOSK, Gent/Belgien (2014) gezeigt.
Zu den Gruppenausstellungen gehören: Galleria Simóndi, Turin/Italien (2025); Performa Biennial, New York/USA (2023); Eurasia (MUHKA) und CARTA 22 Creation Festival, Antwerpen/Niederlande (2022); steirischer herbst, Graz/Österreich (2020 & 2014); Sonic Acts Festival, Amsterdam/Niederlande (2019); Lafayette Anticipations, Paris/Frankreich (2018); SALT, Istanbul/Türkei (2018); Prix de Rome, Kunsthal Rotterdam/Niederlande (2017); 6. Moskau Biennale für Zeitgenössische Kunst/Russland (2015); e-Flux, New York (2015); 8th Liverpool Biennale Vereinigtes Königreich (2014); New Museum, New York (2014 & 2009); 12ème Biennale d’art contemporain de Lyon/Frankreich (2012); Lisson Gallery, London (2013); Beirut Art Center, Beirut/Libanon (2010); Van Abbemuseum, Eindhoven/Niederlande (2008).