Tini Aliman
Praxisfeld: | Auditiv & Physisch |
Stipendium: | |
Stadt, Land: | Singapur |
Jahrgang: | 2026 |
Aufenthalt(e): | Apr 2026 - Dez 2026 |
Geboren in Singapur.
Tini Aliman (SG/DE) hat Interdisciplinary Music Studies am Berklee College of Music studiert und arbeitet als Klangkünstler*in, Komponist*in, Feldrekorder*in und Audioingenieur*in an der Schnittstelle von Theater- und Filmsounddesign, Live-Sound-Performances, Installationen und kollaborativen Projekten. Zu den Forschungsinteressen zählen Ethnomusikologie, Raumakustik, Bio-Musik, kartografische klangliche Epistemologie und die Variablen der Datenübersetzungen mittels Biodaten-Sonifikation.
Aliman war an Projekten, Performances und Ausstellungen beteiligt, die unter anderem in der National Gallery Singapore, dem NTU Center for Contemporary Art, der Biennale von Venedig/Italien, der Singapore Biennale, dem Singapore Art Museum, der Sammlung Philara in Düsseldorf/Deutschland, dem UNSSC in Turin/Italien, der ZHDK in Zürich/Schweiz und dem SFMOMA präsentiert wurden. Frühere Residenzen umfassen das NTU Center for Contemporary Art in Singapur, das Borderlands Residency am Ludwig Forum in Aachen/Deutschland und die Zusammenarbeit des National Arts Council Singapur mit dem Künstlerhaus Bethanien in Berlin/Deutschland. Aliman erhielt 2023 den Preis für das Beste Theater-Sounddesign für das Stück Kemas, das im Esplanade Singapore aufgeführt wurde. 2018 wurde der Kurzfilm Chinx Without Swords, eine Zusammenarbeit mit Eric Lee, beim Lausanne Underground Film and Music Festival als Bester Experimental-Kurzfilm ausgezeichnet.
Ein zentraler Ausgangspunkt für Alimans Auseinandersetzung mit Biomusik ist die Idee der Stille und der zum Schweigen gebrachten Klänge. Während es nicht das Ziel ist, diese Daten zu vermenschlichen oder in eine für den Menschen verständliche Sprache zu übersetzen, verwendet Aliman in der Praxis als Soundingenieur*in Technologien, um die galvanische Leitfähigkeit in lebenden Wesen – eine Form von Bioelektrizität – zu messen und diese Daten in Klang zu verwandeln. Dies ermöglicht ein tiefes Zuhören, Kontemplation und Verständnis. Das Symbol der Kontemplation und tiefen Stille ist ein wertvoller Aspekt in ihrer Klangpraxis, wobei die negative Leerstelle zwischen der Erinnerung an einen gehörten Klang und der Erwartung des nächsten Klanges geschätzt wird.
Tini Aliman lebt und arbeitet in Deutschland.
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