INFORMAL CAR TOUR

Geschichten aus dem Kofferraum . Vom Corbusier Museum zum Züblin Parkhaus in Stuttgart

Datum: Do, Nov 29, 2012 14:00 Uhr

Dauer:

Akademie Schloss Solitude - INFORMAL CAR TOUR

Im Rahmen eines 4-tägigen Workshops zum Thema Architektur und Stadtplanung an der Akademie Schloss Solitude findet am Donnerstag, dem 29. November eine informelle Autokarawane durch Stuttgart statt. An unterschiedlichen Stationen berichten Architekten in ca. 30 minütigen Vorträgen von ihren Erfahrungen und Ideen. Projiziert wird an die Hauswand und kühles Bier und heiße Suppen werden aus dem Kofferraum gereicht.

Informal Car Tour ist die Auftaktveranstaltung zum Projekt »Stuttgart informell. Laboratorium der Stadtentwicklung – Impulse für das Experimentieren im Bereich Architektur und Stadtplanung«.

Eine Kooperation von Festival Bellastock, umschichten, Kunstverein Wagenhallen, Msc Integrated Urbanism & Sustainable Design (IUSD) der Universität Stuttgart, Akademie Schloss Solitude und Institut français Stuttgart.

Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg  und Ebene 0


PROGRAMM

14:00 Uhr: AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE – Start der Tour
 
15:00 Uhr: LE CORBUSIER HAUS/WEISSENHOFSIEDLUNG — »Bellastock« von Simon Jacquemin,
Aurélien Cottençon, Antoine Aubinais.
Die Bellastock-Gruppe aus Paris organisiert seit mehreren Jahren das gleichnamige Festival. 1000 Studenten kommen und bauen eine Stadt für ein Wochenende. 
* Vortrag im Freien
 
16.30 Uhr: PAULINENBRÜCKE — »Informelle Siedlungen« von Nina Gribat / Phillip Misselwitz
Nina Gribat und Philip Misselwitz untersuchen informelle Stadtstrukturen in Kairo und fragen, was die westeuropäische Stadtplanung daraus lernen kann. 
* Vortrag im Innenbereich
 
18:00 Uhr: KUNSTVEREIN WAGENHALLEN — »Formell-Informell« von Daniel Schönle
Daniel Schönle vergleicht das Informelle mit dem Formellen und deckt Parallelen und Unterschiede auf. 
* Vortrag im Freien
                                   
20:00 Uhr: ZÜBLIN-PARKHAUS — »Rotor«
Ein Mitglied des Architektenkollektivs aus Belgien spricht über die Erfahrungen und Praxis aus ihrem Büro. 
* Vortrag im Innenbereich
 


Zu »Stuttgart informell«:
Architektur und Stadtplanung sind zentrale Themen für die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie stellen zunächst ein wichtiges Arbeitsfeld für Firmen in der Region dar. Drei Hochschulen bilden in Stuttgart jährlich zahlreiche Architekten und Stadtplaner aus. Die Debatten um das Projekt Stuttgart 21 und die Gestaltung der frei werdenden Räume in den Vierteln Nordbahnhof und Rosensteinpark beschäftigen die Einwohner und deren Vertreter seit mehreren Jahren. Sie sind beispielhaft für die zentrale Frage der Weiterentwicklung der historisch gewachsenen Städte in Europa und der Umnutzung von Brachland nach dem Rückzug der Industrie. Sie stellen gleichzeitig Fragen der Partizipation und Einbeziehung von Einwohnern bei der Umwandlung von Stadtgebieten, aber auch Fragen von Wiederverwertung und Ökologie im Kontext von immer knapper werdenden Ressourcen.

Das Projekt »Stuttgart informell« will dieses weite Thema angehen in Form von internationalen und fachübergreifenden Treffen in Stuttgart. Den Abschluss bilden eine Sommeruniversität mit einem begleitenden Architekturfestival im Sommer 2013. »Stuttgart informell« ist international ausgerichtet: im Rahmen des Projekts treten Stuttgarter Institutionen mit Spezialisten aus Frankreich, Deutschland und Ägypten in Dialog. Die mehrmonatige Zusammenarbeit trägt zu langfristigen Verbindungen zwischen den internationalen Teilnehmern bei. Es werden des Weiteren mehrere Stuttgarter Institutionen und Vereine einbezogen, was zu einer zusätzlichen Vernetzung führt.

Durch verschiedene Herangehensweisen und Arbeitsmodelle werden Impulse für das Experimentieren im Bereich Architektur und Stadtplanung sowie die gesteigerte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kulturen und Fächern gefördert. Erstes Ziel ist die Entwicklung eines Dialogs über das Thema Architektur und Stadtplanung zwischen Stuttgarter Studenten, Künstlern, Architekten und deutschen, französischen und ägyptischen Spezialisten.Das Laboratorium möchte Studenten der Fächer Architektur, Städtebau, Kunst, Soziologie, Politikwissenschaft und Geographie in der Region Stuttgart sowie Künstler, Soziologen, Architekten und politische Repräsentanten aus der Region einbeziehen.