Feb 10 – 12, 2011

Making/Crafting/Designing: Perspectives on Design as a Human Activity

Datum: Do, Feb 10, 2011 20:00 Uhr

Dauer: Feb 10 – 12, 2011

Ort: Akademie Schloss Solitude

Akademie Schloss Solitude - Making/Crafting/Designing: Perspectives on Design as a Human Activity

Designtheorie-Symposium im Rahmen des Programms art, science & business

Wir sollten die Welt nicht länger als etwas Gegebenes verstehen, sondern als ein Konstrukt. Artefakte, die von Menschen produziert werden, formen unsere Umwelt und auch uns selbst. Die Welt in der wir leben avanciert zunehmend zu etwas, das nicht gegeben sondern von uns »gemacht« ist, beispielsweise durch Gentechnik, Nanotechnologie und synthetische Biologie. Die steigende Komplexität der so entstandenen Artefakte, erschwert die Transparenz der Prozesse und die Folgen der jeweiligen Produktion. Die sich wiederholenden Vorgänge können im Wesentlichen als Design-Prozesse verstanden werden. Folglich kann jede Form des menschlichen Handelns als Designprozess verstanden werden.

Das Symposium beschäftigt sich mit der Erarbeitung einer neuen Definition für den Terminus »Design« und die Auswirkung dieser neuen Definition auf den akademischen Bereich. Die Erweiterung des Design-Begriffs sollte natürlich auch unter kritischen Gesichtspunkten beleuchtet werden: Wenn die Mehrzahl der entstandenen Artefakte als Design verstanden wird, in welche Kategorie würde man dann unbeabsichtigte Prozesse und die diesen Prozessen folgende Materialität einordnen? Bei der Erforschung der menschlichen Kultur des Materiellen ist es unbedingt notwendig die Begriffe »Machen« und »Gestalten« auseinander zu halten.
Während der erstere die Produktion von stofflichen Artefakten als menschliche Aktivität im Allgemeinen beschreibt, lässt der zweite auf eine erweiterte Form der Produktion schließen, die sowohl eine Art der Planung, als auch eine bestimmte Absicht und deren Folgen beinhaltet.

Die Unterscheidung dieser Begrifflichkeiten bringt die Frage auf, welche Rolle Gestaltung für die Menschheit spielt. Wer gestaltet was und für welchen Zweck? Wie gehen wir mit der Verantwortung für stoffliche Artefakte und wie mit deren beabsichtigten oder unbeabsichtigten Auswirkungen um?

Initiatoren und Mitorganisatoren des Symposiums:
Sarah Owens, Zürcher Hochschule der Künste
Björn Franke, Royal College of Art, London
info@makingcraftingdesigning.com
www.makingcraftingdesigning.com

Das Symposium findet im Rahmen des Programms art, science & business der Akademie Schloss Solitude statt.

Wir bitten zu beachten, dass das Symposium vollständig ausgebucht ist. Es können keine weiteren Anmeldungen entgegengenommen werden.

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