Rheim Alkadhi, »Disappeared Border Segment (Toward the Inalienable Right of the Dispossessed to Cross from Every Direction)«, Gebrauchte Industrieplane, Fundstücke, 2020
Anmeldung zur Teilnahme via Zoom unter register@akademie-solitude.de.
Ana Filipovic: »Beyond Stucco«; photo: Martin Mannweiler
Seit der Jahrtausendwende entwickelt sich das Wohnungswesen mit rasanter Geschwindigkeit vom Gemeinwohl zu einem Vehikel der Gewinnakkumulation. Im Gespräch mit Anh-Linh Ngo, Chefredakteur der Zeitschrift ARCH+, beschäftigt sich die Architektin und Künstlerin Ana Filipovic mit der Frage, welche neuen architektonischen Formen eine solche gewinnorientierte Logik hervorbringt. Das Gespräch am 23. April 2021 um 19 Uhr wird moderiert von Sebastian Schneider.
Die letzten Jahrzehnte, und in Berlin insbesondere das letzte, markieren den Paradigmenwechsel im Wohnungsbau, der sich von einem Gemeingut zu einem Instrument der Profitakkumulation gewandelt hat. Dieser Wandel führte eine neuartige, hyper-optimierte und monetarisierte Raumlogik in der Wohnungsplanung ein, die in erster Linie durch quantitative Eigenschaften einer Wohnung bestimmt wird. Welche Art von Architektur bringt eine solche Logik hervor, und was sind ihre materiellen und ökologischen Eigenschaften? Was sind im Kontext des heutigen boomenden Kapitals die dominanten Immobiliennarrative und ihre räumlichen Verkörperungen? Die Vorherrschaft der gewinnorientierten Produktion gegenüber der gemeinnützigen bestätigt ihre Mainstream-Position. Deshalb gilt es, sie auf ihre Fähigkeit hin zu untersuchen, das kollektive Verständnis von »Wohnen« zu formen.
Anmeldungen zur Teilnahme via Zoom unter register@akademie-solitude.de. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Die Online-Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung »Beyond Walls – Über Grenzen hinaus« im Kunstmuseum Stuttgart anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Akademie Schloss Solitude statt. Die Ausstellung versammelt Werke von aktuellen und früheren Stipendiat*innen, die sich mit nationalen, kulturellen oder sprachlichen Grenzen beschäftigen – Barrieren, die in unserer Gesellschaft starke Wirkung entfalten. Die Internationalität der Akademie widerspiegelnd, setzen sich die Künstler*innen mit geopolitischen und sozialen Phänomenen an Schauplätzen wie Stuttgart, Beirut oder Lubumbashi auseinander. Mehr Informationen zur aktuellen Ausstellung finden Sie hier.
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weitere Veranstaltungen
Image: Agnieszka Mastalerz, »Mould«, 2025, 7min 21sec, film frame. Performers: Adrianna Mrowiec (and choreographer), Agnieszka Janosz, Director of Photography: Marcin Gołąb. The film was financed by the Young Poland Scholarship for 2024, granted by the Ministry of Culture and National Heritage.
Jan 17, 2026
Agnieszka Mastalerz präsentiert ihren Film »Mould« beim Stuttgarter Filmwinter
Rachel Gill, »The Eight Positions or Could This Go on Forever?«, 2024. Performer: Chelsea Hecht. Photo: Anna Witenberg.