© Shaheer Tarar, »The Compression Zone«, 2025
Seit alters her versuchen Menschen, ihr Bewusstsein durch Beeinflussung von Hirnzuständen zu verändern. In traditionellen Praktiken geschieht dies durch indirekte Einflussnahme auf das Gehirn, beispielsweise durch berauschende Substanzen, meditative Rituale oder Suggestion. Eine relativ neue Entwicklung, die erhebliche Bedeutung gewinnen könnte, stellen Neuroprothesen dar – miniaturisierte technische Vorrichtungen, mit deren Hilfe Signale aus Hirnregionen ausgelesen oder direkt ins Nervensystem eingespeist werden können. In der Forschung werden weit reichende Ansätze verfolgt, die von der Konstruktion von Sehprothesen bis zur Robotersteuerung durch Nervenzellaktivität reichen. Im Grenzbereich von Naturwissenschaft, Philosophie und Kunst soll die Frage diskutiert werden, ob und wie solche neuen Entwicklungen der Hirnforschung unser Selbstbild und unser Erleben möglicherweise verändern könnten.
An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Sandra Boeschenstein (Künstlerin, Bern; 2003/2004 Solitude-Stipendiatin), Andreas K. Engel (Direktor des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Michael Hagner (Professor für Wissenschaftsforschung, ETH Zürich).
Das Programm art, science & business wird durch die finanzielle Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg, der Landeshauptstadt Stuttgart sowie der LBBW Stiftung für Kunst und Kultur ermöglicht.
an Veranstaltung(en) beteiligt
weitere Veranstaltungen
Image: Agnieszka Mastalerz, »Mould«, 2025, 7min 21sec, film frame. Performers: Adrianna Mrowiec (and choreographer), Agnieszka Janosz, Director of Photography: Marcin Gołąb. The film was financed by the Young Poland Scholarship for 2024, granted by the Ministry of Culture and National Heritage.
Jan 17, 2026
Agnieszka Mastalerz präsentiert ihren Film »Mould« beim Stuttgarter Filmwinter
Rachel Gill, »The Eight Positions or Could This Go on Forever?«, 2024. Performer: Chelsea Hecht. Photo: Anna Witenberg.