Design: Hiroko Tanahashi
Process Seeds untersucht, wie sich künstlerische und wissenschaftliche Forschung durch Materialien, Werkzeuge, Gesten, Experimente, Fehlschläge und unerwartete Begegnungen entwickelt.
Die Veranstaltung bringt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Expert*innen der Materialforschung zusammen und eröffnet Einblicke in jene oft unsichtbaren Prozesse, in denen Ideen Gestalt annehmen: wie Fragestellungen entstehen, wie Materialien ihnen widerstehen oder neue Richtungen eröffnen und wie Wissen durch das Arbeiten mit Material hervorgebracht wird.
Neben Gesprächen und Interventionen präsentiert eine Pop-up-Ausstellung Object Seeds, funktionale und dysfunktionale Prototypen, gescheiterte Experimente sowie Prozessartefakte, die im Rahmen eines transdisziplinären Austauschs zwischen Stipendiat*innen der Akademie Schloss Solitude und Forschenden der Robotic Composites and Compositions Group (RoCoCo) am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme entstanden sind.
Indem die Veranstaltung künstlerische Praktiken mit der Forschung zu responsiven, adaptiven und programmierbaren Materialien in Dialog bringt, richtet sie den Blick auf Materialexploration als Forschungsmethode – als eine Praxis, in der durch Experimentieren neue Fragestellungen, neues Wissen und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen.
Das detaillierte Programm wird in Kürze veröffentlicht.
Ein Projekt von SCOPE – Solitude’s Collaborative Platform for Art, Science & Digital Cultures – einer Plattform zur Förderung von Transdisziplinarität, Experimentierfreude und Zusammenarbeit zwischen Solitude-Stipendiat*innen und Kooperationspartnern.
In Kooperation mit der Robotic Composites and Compositions Group (RoCoCo) am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS).
Programm
Gespräche, Interventionen und Pop-up-Ausstellung
18 Uhr | Begrüßung & Einführung
18.30 Uhr | Keynote von Rebekka Ladewig (Professorin für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken an der Bauhaus-Universität Weimar)
Capsule atmospheres. How the Californian Light and Space movement simulated outer space
Das 1967 vom Los Angeles County Museum of Art (LACMA) ins Leben gerufene Art and Technology Program brachte Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Ingenieur*innen zusammen, um die Grenzbereiche zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung auszuloten. Im Mittelpunkt dieser Keynote steht eines der aus diesem Programm hervorgegangenen Experimente: das First National Symposium on Habitability (1970). Auf dem Höhepunkt des Space Race, als Science-Fiction-Visionen zunehmend in technowissenschaftliche Realitäten verwandelt wurden, widmete sich das Symposium der Gestaltung von Umgebungen, die unter extremen Bedingungen menschliches Leben ermöglichen sollten – insbesondere bei langfristiger räumlicher Isolation und beengten Lebensverhältnissen im Weltraum. Der Vortrag untersucht, wie Künstler*innen des kalifornischen Light and Space Movement mit Wissenschaftler*innen der NASA zusammenarbeiteten, um solche Umgebungen zu simulieren. Dabei entstanden das, was ich als »Kapselatmosphären« (capsule atmospheres) bezeichne. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich diese simulierten Atmosphären auf das Raumfahrtprogramm der NASA auswirkten.
19.30 Uhr | Interventionen & Tour durch die Pop-Up Exhibition
Wann: 23. Oktober 2026, 18–20 Uhr
Wo: Projektraum Römerstraße der Akademie Schloss Solitude, Römerstraße 2A, 70178 Stuttgart