G. Kühnhardt Alvarez (Kükelhahn)

Praxisfeld:

Koordination

Stipendium:

Solitude-Stipendium

Stadt, Land:

Kernen im Remstal/Mannheim/Düsseldorf, Deutschland

Jahrgang:

2024, 2023

Aufenthalt(e):

Feb 2023 - Jan 2024

© Viktoria Myronyuk

Geboren 1987 in Lima/Peru, wohnt in Deutschland (Kernen im Remstal/Mannheim/Düsseldorf) und nutzt die Pronomen sie/dey.

G. Kühnhardt Alvarez (Kükelhahn), ist transdisziplinäre Künstler*in, Gestalter*in und Kurator*in. Die Frage – das Gespräch – ist deren bildhauerisches Material, in dem Dissens, Repräsentationskritik, transkulturelle Muster und nicht-kanonischer Wissensaufbau zusammenkommen. Es geht immer um Begegnungen, in denen die Betonung auf Träumerei, Niedlichkeit, Intimität und Zerbrechlichkeit liegt, als subversive Gegengewichte zu diskriminierenden gesellschaftlichen Reproduktionen der Gegenwart. Diese künstlerische Forschung verbinden sie formal mit Umsetzungen, die nicht nur, aber auch dem Informellen zugeordnet werden, darunter Backstuben, Ruheräume, Instagram-Stories, Picknick oder auch Disziplinen wie Fotografie, Installation oder dem Interview. Seit 2020 arbeitet Kükelhahn an »Ich muss utopische Gedanken haben, immer träumen können,«, einer Interviewbibliothek, die Positionen von marginalisierten Künstler*innen und Kulturschaffenden in den Vordergrund setzt um Repräsentation in Ausstellungsformaten zu untersuchen. Für die digitale Audio-Stadtkarte »Mannheim Under Construction«, eine Zusammenarbeit mit dem bermuda.funk – Freies Radio Rhein Neckar e.V., wurden sie mit dem 1. Platz vom Mannheimer Demokratiepreis 2022 ausgezeichnet. Als Einzelpersonen wurde sie u.a. mit dem Baden-Württemberg-Stipendium (2015), Futuress.org: Against the Grain (2021) ausgezeichnet und stellte Arbeiten u.a. bei: CAPTCHA Designfestival 2014, 2015 und 2016, Düsseldorf Photoweekend 2019 und Rotterdam Photo 2022 aus. Kükelhahn ist Initiator*in von »dreaming, recalibrating, conversating,«, ein englischsprachiger Podcast mit Stipendiat*innen der Akademie Schloss Solitude der 18. Generation (2023–2024), der Einblick in das gemeinsame Leben und Arbeiten in der Residenz gibt.

© Viktoria Myronyuk