Gideon Horváth

Stipendium:

StipendiumOsteuropäisches Netzwerk

Stadt, Land:

Budapest, Ungarn

Jahrgang:

2022

Aufenthalt(e):

Sept 2022 - Nov 2022

Photo: Zsuzanna Simon

Geboren 1990 in Berlin/DDR.

Gideon Horváth ist ein interdisziplinär arbeitender bildender Künstler, er lebt und arbeitet in Budapest/Ungarn. Er verwendet für seine Arbeit eine Vielzahl an Medien, darunter Video, Fotografie und skulpturale Installationen. Konzeptuell setzt er sich vor allem mit ökologischen, queeren und neuen materialistischen Theorien auseinander. In seiner künstlerischen Praxis hinterfragt er anthropozentrische und dualistische Weltansichten und bietet den Betrachter*innen stets Raum für eine sinnliche und intuitive Wahrnehmung seiner Themenschwerpunkte. Seine jüngsten Arbeiten sind von queeren ökologischen Theorien inspiriert und kritisieren die heteronormativen Standards, die wir der Natur und – infolgedessen – uns selbst auferlegen.

Für seine skulpturalen Installationen verwendet er vorwiegend Bienenwachs, das er als »queeres Material« betrachtet, da es sowohl sehr weich als auch äußerst widerstandsfähig ist. Die ambivalenten Eigenschaften von Wachs, im ständigen Übergang vom flüssigen zum festen Zustand, sind Aspekte, die im Mittelpunkt von Horváths Arbeit stehen.

Horváth erwarb einen Bachelor-Abschluss in Filmwissenschaften an der Universität Paris VIII in Paris/Frankreich (2010–2013), bevor er seine Ausbildung an der Intermedia-Fakultät der Akademie der Bildenden Künste in Budapest fortsetzte (2014/2015). Seine Arbeiten werden international sowohl in öffentlichen als auch privaten Sammlungen gezeigt.

Zu seinen Einzelausstellungen gehören Kiss of the Sun im ENA Viewing Space, Budapest/Ungarn (2022) und Faun Realness in der ISBN Gallery, Budapest/Ungarn (2021). Er hat an einer Vielzahl von Gruppenausstellungen teilgenommen, wie Sensory Tales in der Galerie Krinzinger, Wien/Österreich (2022), They/Them/Their: Naturally Not Binary in der IMT Gallery, London/Großbritannien (2022), An eclectic attempt to complete the torso in my head im UGM Studio, Maribor/Slowenien (2022) und Hope is not Desire in der Šopa Galerie, Kosice/Slowakei (2022). Er ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe xtro realm und war Kurator und Künstler des xtro realm Projekts ACLIM! Agency for Climate Imaginary (2019–2021) im Rahmen der OFF-Biennale Budapest mit Anna Zilahi und Rita Süveges. Im Jahr 2020 war er Stipendiat der Cité International des Arts, Paris/Frankreich.

Photo: Zsuzanna Simon