© Shaheer Tarar, »The Compression Zone«, 2025
Dez 12, 2012
LESUNG
GHINGA und DER LÄRM DES FLEISCHES
GHINGA und DER LÄRM DES FLEISCHES
Lesungen und Gespräche
Moderation: Georg Aescht
In der literarischen Reihe der Edition Solitude sind im Herbst zwei Lyrikbände erschienen, beide rumänisch und beide eindrucksvoll übersetzt von Georg Aescht. Die Dichter werden, gemeinsam mit dem Übersetzer, im Literaturhaus zu Gast sein: Dan Coman mit seinem Band Ghinga und Teodor Dună mit Der Lärm des Fleisches. Wie in einen Liebesroman eingefügt, sind Dan Comans Gedichte in Ghinga einem scheinbar fantastischen Geist entsprungen, der die Grenzen zwischen Mensch und Ding zu überwinden weiß. Das Ergebnis dieses Osmose-Prozesses sind menschliche Puppen, die von Überreizung und Banalisierung beherrscht werden und am Ende weniger liebenswert sind als sie zunächst erscheinen.
Der Lärm des Fleisches dagegen ist ein Buch über die Angst, lebendig zu sein, über die Ohnmacht sein eigener Körper zu sein: eine imaginäre Reise an den Rand der Wirklichkeit oder sogar in die Tiefen der Unwirklichkeit.
Dan Coman, geboren 1975 in Gersa, studierte Philosophie an der Babeş-Bolyai Universität in Cluj-Napoca und lebt heute in Bistriţa als Philosophielehrer und Lyriker.
Teodor Dună, geboren 1981 in Buftea, arbeitet nach einem Literaturstudium als Redakteur und Autor in Bukarest.
Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: Euro 9,- / 7,- / 4,50
an Veranstaltung(en) beteiligt
© Shaheer Tarar, »The Compression Zone«, 2025
Image: Agnieszka Mastalerz, »Mould«, 2025, 7min 21sec, film frame. Performers: Adrianna Mrowiec (and choreographer), Agnieszka Janosz, Director of Photography: Marcin Gołąb. The film was financed by the Young Poland Scholarship for 2024, granted by the Ministry of Culture and National Heritage.
Rachel Gill, »The Eight Positions or Could This Go on Forever?«, 2024. Performer: Chelsea Hecht. Photo: Anna Witenberg.