Sept 7, 2026

SCOPE – die neue Solitude-Plattform für kollaboratives und transdisziplinäres Arbeiten

SCOPE – Solitude Collaborative Platform for Art, Science & Digital Cultures

Seit Juni 2026 bündelt die Akademie Schloss Solitude ihre transdisziplinären Aktivitäten in einer neuen Programmplattform: SCOPE – Solitude Collaborative Platform for Art, Science & Digital Cultures.

SCOPE vereint die bisherigen Programmschwerpunkte art, science & business und Digitale Kulturen und führt deren Expertisen in einer gemeinsamen Struktur zusammen. Als Schnittstelle zwischen den Disziplinen Kunst, Wissenschaft und Digitale Kulturen entwickelt die Plattform gemeinsam mit den Stipendiat*innen Themen und Projekte, die diese transdisziplinäre Arbeit und experimentellen Prozesse in Form von kollaborativen Veranstaltungsformaten einer diversen Öffentlichkeit vorstellt.

Ein Raum für transdisziplinäres Arbeiten

Viele gesellschaftliche, technologische und ökologische Fragestellungen unserer Gegenwart lassen sich nicht aus der Perspektive einer einzelnen Disziplin heraus bearbeiten. SCOPE setzt deshalb dort an, wo unterschiedliche Wissensformen und Praktiken aufeinandertreffen.

Kunst kann gesellschaftliche und technologische Entwicklungen früh wahrnehmen, kritisch begleiten und neue Perspektiven auf bestehende Diskurse eröffnen. Im Austausch mit Wissenschaft und digitalen Technologien entstehen so Denkräume, die über die Grenzen einzelner Fachgebiete hinausreichen. SCOPE bringt Perspektiven zusammen, die sich sonst nur selten begegnen, und fragt danach, wie wissenschaftliche Forschung und digitale Strukturen unser Verständnis von Gesellschaft, Kunst und Wissen verändern.

Experimentieren mit offenem Ausgang

SCOPE versteht sich dabei ausdrücklich als Experimentierfeld. Die Plattform macht die internationale Gemeinschaft der Akademie Schloss Solitude sowie ihre Lern- und Arbeitsprozesse sichtbar und lädt eine diverse Öffentlichkeit dazu ein, an ihnen teilzuhaben.

Gemeinsam mit den Stipendiat*innen entstehen Themen, Projekte und Veranstaltungsformate, in denen neue Formen der Zusammenarbeit erprobt werden können. Im Mittelpunkt stehen nicht fertige Antworten, sondern offene Prozesse und unerwartete Verbindungen.

Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt

Kollaboration bildet das Fundament von SCOPE. Sie findet sowohl innerhalb der Akademie als auch mit lokalen und internationalen Partner*innen statt. Die Plattform verbindet Stipendiat*innen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen und schafft damit neue Möglichkeiten für den Wissenstransfer zwischen Kunst, Wissenschaft und digitalen Technologien.

Die daraus entstehenden Perspektiven, Fragen und Erkenntnisse werden in unterschiedlichen Formaten öffentlich geteilt: bei Veranstaltungen vor Ort, in digitalen Beiträgen und im Solitude Journal.

SCOPE im Veranstaltungsherbst

Mit dem Beginn des Veranstaltungsherbsts wird SCOPE zunehmend auch im Programm der Akademie sichtbar werden. Gemeinsam mit Stipendiat*innen sowie lokalen und internationalen Partnerinstitutionen entwickelt die Plattform transdisziplinäre Formate, die Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Wissensformen und Praktiken zusammenbringen.

Die erste SCOPE-Veranstaltung Process Seeds – Künstlerische und wissenschaftliche Materialexperimentation findet am 23. Oktober 2026 in Kooperation mit der Robotic Composites and Compositions Group (RoCoCo) am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS), Stuttgart statt. Process Seeds bringt Künstler*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, die experimentell mit Materialien arbeiten. Die Veranstaltung eröffnet Einblicke in jene oft unsichtbaren Prozesse, in denen Ideen Gestalt annehmen: Wie entwickeln sich Fragen? Wie leisten Materialien Widerstand oder lenken den ursprünglichen Gedanken in eine neue Richtung? Und wie entsteht Wissen durch das praktische Arbeiten?