Collective Rencontres Plurielles

Praxisfeld:

Auditiv & Physisch

Stipendium:

Solitude-Stipendium

Stadt, Land:

Jahrgang:

2026

Aufenthalt(e):

Mai 2026 - Aug 2026

© Rencontres Plurielles

Rencontres Plurielles ist ein dynamisches, von Frauen geführtes Kollektiv, das 2023 von der Schweizer bildenden Künstlerin und Performerin Magali Dougoud sowie der kongolesischen Musikerin und Performerin Orakle Ngoy gegründet wurde. Das Kollektiv entstand aus gemeinschaftlicher Forschung, Aufenthalten in Residenzen und Begegnungen mit geladenen Künstlerin der Schweiz und der Demokratischen Republik Kongo. Die interdisziplinäre Arbeit umfasst Performance, Sound, Text und Video. Rencontres Plurielles verleiht zum Schweigen gebrachten Stimmen Gehör und setzt sich mit kolonialen Hinterlassenschaften auseinander. Thematisch befasst sich das Kollektiv mit Geschichte, Erinnerung und Transformation. Die Projekte sind tief in sozialem Engagement verwurzelt und laden ein, über kulturelle und geografische Grenzen hinweg neue Wege der Wahrnehmung und Gestaltung komplexer Identitäten zu entwickeln.

Im Jahr 2023 erhielt das Kollektiv ein Co-Creation-Stipendium der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und präsentierte seine erste Ausstellung und eine Plattform für zeitgenössische Kunst von Frauen, in Kinshasa/Demokratische Republik Kongo . Im Jahr 2024 folgten ein Forschungsaufenthalt bei Cima Città in Torre/Schweiz sowie die Performance All that we change und die Ausstellung Bogogwani Nde Solo bei City SALTS in Basel/Schweiz. Für 2025 ist ein Stipendienaufenthalt an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart/Deutschland geplant.

Magali Dougoud, geboren1986 in Martigny/Schweiz, ist eine bildende Künstlerin, die zwischen Lausanne/Schweiz und Paris/Frankreich lebt und arbeitet. Sie absolvierte einen Master in Bildender Kunst an der Hochschule der Künste Bern (HKB, 2014) sowie einen Bachelor an der Haute école d’art et de design, Genf/Schweiz (HEAD, 2011). Ihre Praxis umfasst Video, Text, Sound und Performance und ist in feministischer, ökologischer und spekulativer Forschung verwurzelt. Sie untersucht dominante historische und wissenschaftliche Narrative und bietet alternative Subjektivitäten durch Konzepte wie Fluidität, Gewalt und interspezifische Intelligenz. Wasser ist ein wiederkehrendes Motiv in ihrer Arbeit, das Ambivalenz und Widerstand symbolisiert. Zu ihren jüngsten Ausstellungen und Performances gehören unter anderem: What if? Songs from Tomorrowlands, Art Safiental Biennale, Schweiz; Chaillot Expérience, Théâtre National de la Danse de Chaillot, Paris (2024); You may find yourself in a haunted space, Ausstellungsraum Klingental, Basel; Mati Wata Water, Nationalmuseum Kinshasa, Demokratische Republik Kongo; Riverhood, Kunstforum Baloise Park, Basel (2023); LITTÉRAGRRRL, Antre Peaux, Bourges/Frankreich (2022); Kyiv Biennale/Ukraine mit Room to Bloom (2021); The Blue Continuum, Ganioz Project Space, Martigny (2021); Tiempo Profundo, Modernes Kunstmuseum Chiloé/Chile (2020); National Center for Contemporary Art Cerillos, Santiago de Chile/Chile (2019). Sie wurde durch Stipendien der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia (2021–2023), des Kin ArtStudio, Kinshasa  (2022), der Cité internationale des arts, Paris (2021) und Air Berlin Alexanderplatz, Deutschland (2020) gefördert.

Orakle Ngoy, geboren1981 in Kinshasa/Demokratische Republik Kongo; ist Musikerin, Rapperin, Slammerin, Performerin und autodidaktische Künstlerin, die in Kinshasa lebt und arbeitet. Sie hat 2010 einen Abschluss in Öffentlichem Recht an der Freien Universität Kinshasa erworben. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Sprache und Performance, vereint Slam, Rede, Poesie und Aktivismus. Als eine der wenigen weiblichen Stimmen im kongolesischen Hip-Hop nutzt sie ihre Kunst, um Sexismus zu kritisieren, sich für Frauenrechte einzusetzen und soziale Ungerechtigkeiten anzuprangern. Ihre Texte geben den Erfahrungen kongolesischen Frauen eine Stimme und fordern durch poetischen Widerstand ihren Raum zurück. Sie ist Gründerin von Afrika Diva, einem Netzwerk afrikanischer Künstlerinnen, und initiierte das Yambi City Festival in Kinshasa. Ihre Arbeiten wurden präsentiert bei: Festival INACT, Straßburg/Frankreich (2024); Punch Agathe, https://punchagathe.com/ (2019–2024); BAFF! Internationales Basler Figurentheater Festival ,Schweiz (2021); GuerillaClassics, Zürich/Schweiz;City SALTS: Quilombo, Basel/Birsfelden (2020); Tango Berlin/Kinshasa (2020), Jua Magazine Symposium Triangle Tournoyant; SAVVY Contemporary, Berlin (2019); SPAM und ACUD-Theater, Berlin (2019); Mbote Hip Hop Festival, Brazzaville/Republik Kongo: Journées Musicales de Carthage, Tunis/Tunesien; Marché des Arts du Spectacle d’Abidjan (MASA), Abidschan/Elfenbeinküste; und Festival Afropolitain Nomad, Dakar/Senegal. Sie wurde gefördert durch das von Pro Helvetia Johannesburg ausgeschriebene Stipendium Confluences (2023), das OneBeat Residency Program, USA (2023), das Stipendienprogramm Atelier Mondial, Basel (2023), das Odyssée-Stipendien-Programm der Association des Centres culturels de rencontre, Paris (2023) sowie durch die Cité internationale des arts, Paris (2021).

© Rencontres Plurielles