Judit Lilla Molnár
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Stipendium: | |
Stadt, Land: | Budapest, Ungarn |
Jahrgang: | 2026 |
Aufenthalt(e): | Sept 2026 - Nov 2026 |
© Judit Lilla Molnár
Geboren 1991 in Eger/Ungarn.
Judit Lilla Molnár ist bildende Künstleri, sie lebt und arbeitet in Budapest/Ungarn. Sie schloss 2015 ihr Studium der Malerei an der Hungarian University of Fine Arts ab und war dort von 2019–2023 Doktorandin. 2013 verbrachte sie im Rahmen eines Erasmus-Stipendiums ein Semester im Fach Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In ihrer kürzlich abgeschlossenen Doktorarbeit untersuchte sie auf Grundlage der Feldtheorie Pierre Bourdieus die Prozesse, die die künstlerischen Perspektiven und Karrierestrategien ungarischer bildender Künstler*innen der Generation Y in ihren künstlerischen und gesellschaftlichen Kontexten prägen.
Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis stehen die existenziellen, psychologischen und sozialen Herausforderungen ihrer Generation. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen untersucht Molnár die sozialen Strukturen, die individuelle Lebenswege formen, sowie deren psychologische Folgen. Großformatige Installationen, die häufig an die visuelle Welt von Spielplätzen erinnern, sind zu ihrem bevorzugten Medium geworden. Das Spiel dient ihr dabei sowohl als formale Inspirationsquelle als auch als konzeptionelles Werkzeug, um komplexe soziale und psychologische Prozesse in elementare visuelle und räumliche Strukturen zu übersetzen. Während ihres Aufenthalts an der Akademie Schloss Solitude entwickelt sie ihre aktuellen künstlerischen Fragestellungen weiter und experimentiert mit neuen visuellen und formalen Ansätzen zur Beziehung zwischen sozialen Strukturen und individuellen psychologischen Erfahrungen.
In den vergangenen Jahren nahm Molnár an zahlreichen Ausstellungen und Residenzprogrammen in Ungarn und international teil. Dazu zählen Aufenthalte im Schafhof – Europäisches Kunstforum Oberbayern in Freising (2023) sowie im afo Architekturforum Oberösterreich in Linz (2023). 2024 war sie als eingeladene Künstlerin an Salt Lake Cities – STOPS AND STATIONS in Bad Aussee beteiligt, einem Projekt im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut. Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen Under Construction (afo Architekturforum Oberösterreich, Linz, 2024) und Snakes and Ladders (The Space, Budapest, 2025) sowie Playrooms, eine Duo-Ausstellung mit Lina Zylla im Schafhof in Freising (2026).
Gemeinsam mit dem Kurator Krisztián Gábor Török erhielt Molnár 2024 den Esterházy Art Dating Prize. 2025 wurde ihr der Barcsay-Preis und 2026 das Derkovits-Stipendium verliehen. Darüber hinaus stand sie auf den Shortlists des MODEM-Preises (2018), des Esterházy Art Award (2019) und des Leopold Bloom Art Award (2025).
Judit Lilla Molnár ist 2026 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude im Rahmen des Solitude Exchange Network in Kooperation mit art quarter budapest (aqb) in Budapest, Ungarn.
© Judit Lilla Molnár