Lars Preisser
Praxisfeld: | Visuell |
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Stipendium: | |
Stadt, Land: | Berlin, Deutschland |
Jahrgang: | 2026 |
Aufenthalt(e): | Okt 2026 - Juni 2027 |
© Lars Preisser
Geboren 1984 in Lindau/Deutschland.
Lars Preisser ist ein in Berlin lebender Künstler. Seine künstlerische Praxis setzt sich mit den Gegebenheiten des postindustriellen Zeitalters auseinander. In seinen Arbeiten, die Zeichnung, Webkunst und Film umfassen, hinterfragt er normative Strukturen in Industrie und Gesellschaft und erschafft alternative Realitäten. Seine Projekte entstehen oft aus einer langen künstlerischen Recherche und verbinden präzise Beobachtungen gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen mit einer surrealen, komplexen Bildsprache. Seine Kindheit und Jugend waren geprägt vom Kontrast zwischen dem Alltag in einem Berliner Arbeiterinnenviertel in den 1990er-Jahren und luxuriösen Urlaubserfahrungen mit Familienangehörigen aus der industriellen Elite. Seine Haltung und sein künstlerischer Ansatz sind tief in diesen ambivalenten Erfahrungen verwurzelt und spiegeln sich in Arbeiten zu Themen wie Gentrifizierung, Klimawandel und postkolonialer Geschichte sowie in seinem Interesse an markanten Materialien und Technologien unserer Zeit wider.
Preisser studierte Textilkunst an der Otago Polytechnic School of Art, Ōtepoti/Neuseeland (2006–2009), sowie Medienkunst/Expanded Cinema an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/Deutschland (2016–2019). Zu seinen Ausstellungen zählen die Teilnahme an der Contextile Biennial, Guimarães/Portugal (2022, 2026); Zeit der letzten Brachen, station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf in Berlin (2019); und Best in Show, Objectspace, Tāmaki Makaurau Auckland/Neuseeland (2010). 2026 war er Resident bei La Fabrique des Arts, Fondation Fiminco in Romainville/Frankreich. Frühere Stipendien umfassen das Recherchestipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin (2021), sowie das Maker/Creator Fellowship des Winterthur Museum, Garden & Library, Winterthur/USA (2022).
© Lars Preisser