Mohammad Ohadi Haery

Praxisfeld:

Textuell

Stipendium:

Solitude-Stipendium

Stadt, Land:

Teheran, Iran

Jahrgang:

2024, 2025, 2026

Aufenthalt(e):

Juli 2026 - März 2027

© Mohammad Ohadi Haery

Geboren 1990 in Teheran/Iran.

Mohammad Ohadi Haery ist Autor, Kritiker, Theaterregisseur, Forscher in den Bereichen Philosophie, Phänomenologie und deutsche Literatur, Übersetzer deutscher Literatur ins Persische und Geschichtenerzähler.

Er promovierte in Kunstwissenschaft an der Azad University, Teheran. Vor seinem Promotionsstudium erwarb er einen Masterabschluss in Dramatischer Literatur an der Tarbiat Modares University, Teheran, wo er seine Masterarbeit Phänomenologische Analyse dramatischer Literaturtexte auf der Grundlage von Edmund Husserls Theorie der phänomenologischen Reduktion verfasste (2021). Zudem erwarb er einen Masterabschluss in Philosophie an der Shahid Beheshti University, Tajrish/Iran und an der Mofid University, Ghom/Iran.

Ohadi Haery ist als Theaterregisseur, Autor und Theaterproduzent tätig. Im Jahr 2017 gründete er die Chaos Group, ein Kollektiv von Kunstschaffenden, das er bis heute leitet. Seit 2021 arbeitet er zudem als Forscher und Übersetzer . Er hat Kritiken und Kulturkommentare zu Film, Theater und Literatur in Zeitungen wie Shargh und Aftab Yazd sowie in Zeitschriften wie Dibache, Donyaye Tasvir, 24, Cinema Review und Namayesh Shenakht veröffentlicht. Zwischen 2019 und 2023 war er als Forschungsleiter am Da Institute in Teheran tätig.

Zu seinen Veröffentlichungen zählen die wissenschaftliche Aufarbeitung und die persische Übersetzung von Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg (2022). Außerdem hat er Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften übersetzt, das Buch wird in Kürze erscheinen. Er ist zudem Autor mehrerer Theaterstücke, die derzeit auf ihre Veröffentlichung warten, und hat Artikel zu den Themen Philosophie, Theater und Phänomenologie veröffentlicht.

Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen in den Bereichen Übersetzung, Forschung, Regie und Dramatik gewürdigt. Dazu zählen die Nominierung für den 41. iranischen Buchpreis des Jahres (2023), eine Auszeichnung in der Kategorie »Übersetzung« beim 10. Preis für die besten Werke der iranischen Dramatik (2023) sowie mehrere Auszeichnungen beim 23. Internationalen Iranischen Hochschultheaterfestival  in Teheran (2021). Außerdem wurde er beim 18. Internationalen Puppentheaterfestival Mobarak, Teheran (2021), beim Akbar-Radi-Theaterfestival, Teheran (2020), beim Internationalen Straßentheaterfestival von Mariwan/Iran (2019) sowie beim Festival des Tajrobeh-Theaters, Teheran, gewürdigt, wo er 2018 den Abbas-Nalbandian-Preis erhielt.

© Mohammad Ohadi Haery