Nadya Sayapina
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Jahrgang: | 2026 |
Aufenthalt(e): | Juli 2026 - Sept 2026 |
Geboren 1989 in Minsk/Belarus.
Nadya Sayapina ist eine in Warschau lebende Künstlerin. Seit 2020 lebt Sayapina aufgrund politischer Verfolgung in Belarus im Exil.
Sie studierte Kunsthandwerk an der Belarusian State University of Culture and Arts, wo sie ihren Bachelorabschluss erwarb (2011), und schloss ein Masterstudium der Kunstwissenschaft an der National Academy of Sciences of Belarus ab (2012).
In ihrer sozial engagierten künstlerischen Praxis beschäftigt sich Nadya Sayapina mit Themen wie Migration, kollektivem Gedächtnis, Identität und Trauma. Dabei arbeitet sie mit Installation, Multimedia, Performance, Objekten und Zeichnung. Sie versteht sich als Vermittlerin und entwickelt ihre Arbeiten häufig in Zusammenarbeit mit Gemeinschaften und Einzelpersonen durch Interviews, Archivforschung und kollektive kreative Prozesse.
Als interdisziplinär arbeitende freischaffende Künstlerin war Sayapina Gastdozentin an der HFBK University of Fine Arts Hamburg (2021-2022). Zudem arbeitete sie als Bühnenbildnerin für King Stakh’s Wild Hunt, eine Produktion des Belarus Free Theatre, die im Barbican Centre in London aufgeführt wurde (2023).
Zu ihren jüngsten Projekten zählen die Installation We Were Human We Longed for Beauty im Rahmen des Narracje #16 in Danzig (2025), das Pokuć project in Marszałkowska|18 in Warschau (2024) sowie das mehrteilige Projekt Letter to Mom, das unter anderem in Einzelausstellungen bei CO³ in Köln (2024) und im Mystetskyi Arsenal in Kyjiw (2021) gezeigt wurde. 2023 entstand zudem die Videoserie X Letters im Rahmen der PerspAKTIV-Residenz bei Musik der Jahrhunderte in Stuttgart. Ihre Arbeiten waren außerdem in den Gruppenausstellungen Testimony und Überall und nirgendwo im Neues Museum Nürnberg (2024) zu sehen.
Sayapina erhielt unter anderem Stipendien und Förderungen des Goethe-Institut (2022), von CEC ArtsLink (2022) sowie der Martin Roth Initiative (2021).