Weronika Trojańska

Stipendium:

Solitude Exchange Network

Stadt, Land:

Polen

Jahrgang:

2026

Aufenthalt(e):

Sept 2026 - Nov 2026

Geboren 1986 in Bydgoszcz/Polen.

Weronika Trojańska ist eine Künstlerin, deren Praxis sich auf Klang, Somatik und die Politik der Kulturanthropologie konzentriert. In ihren Arbeiten erforscht sie alternative Formen der Dokumentation und Weitergabe kulturellen Wissens. Dabei untersucht sie, wie dieses Wissen durch Klang, körperliche Praktiken und Bewegungsformen vermittelt werden und jenseits von Normen des allgemeinen Verständnisses sowie institutionalisierter Lernweisen wirken kann.

Ihre künstlerische Praxis – oft an der Schnittstelle von kollaborativer Performance und klangbasierter Installation – setzt sich mit Fragen der Urheberschaft auseinander und verbindet Individuen mit umfassenderen sozialen, historischen und rituellen Kontexten. Trojańska arbeitet häufig mit anderen Künstler*innen zusammen oder lädt Teilnehmer*innen ein, ihre Projekte aktiv mitzugestalten, sodass kollektive Präsenz, Gesten und Stimmen das Werk (neu) prägen können.

Sie absolvierte Masterstudiengänge in Kunstkritik und Kunstvermittlung an der Universität der Künste in Posen/Polen (2005–2010) sowie in Bildender Kunst am Sandberg Instituut in Amsterdam/Niederlande (2013–2015). Zudem promovierte sie 2025 in Bildender Kunst und Kunstkonservierung an der Akademie der Bildenden Künste in Breslau/Polen.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Institutionen präsentiert, darunter das Kunstgewerbemuseum, Berlin/Deutschland, (2024); der Pawilon, Posen (2024); PORT25, Mannheim/Deutschland (2021); das MoMA – Museum of Modern Art, New York City/USA (2018); die Emily Harvey Foundation, New York City (2018, 2019, 2022, 2023) und Rongwrong, Amsterdam (2015) ausgestellt. Im Jahr 2017 führte Trojańska Yoko Onos historisches Werk Cut Piece im Museum der Moderne in Salzburg/Österreich auf.

Sie erhielt das Kunststipendium des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen (2025) und nahm an internationalen Residenzprogrammen teil, beispielsweise bei Q-O2, Brüssel/Belgien (2024), im Rahmen des LES Studio Program der Artist Alliance Inc., New York City (2018) und des Rupert, Vilnius/Litauen (2015).

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit veröffentlichte Trojańska kritische und reflektierende Texte in Zeitschriften und auf Plattformen wie On Curating, Metropolis M und Arterritory.