Digitale Kulturen

Der Fokus von Digital Solitude liegt auf der Verschränkung des physischen und digitalen Raums. Digital Solitude fördert die öffentliche Sichtbarmachung und Vermittlung der Themen des Solitude-Netzwerks und digitaler Kulturen. Digital Solitude regt innovative und alternative Ansätze im Umgang mit digitalen Medien und Technologien an, um diese für Transformationsprozesse innerhalb unserer Gesellschaft wirksam zu machen. Durch das Stipendium, die Web Residencies sowie wechselnde Veröffentlichungs- und Vermittlungsformate im Rahmen dieses Programms fördert die Akademie Schloss Solitude die spekulative und kritische Auseinandersetzung mit künstlerischer Praxis und Medienentwicklungen innerhalb der digitalen Kultur. Dabei spielen die Anwendung und Weitergabe von Wissen um Open-Source-Praktiken, das Gestalten niedrigschwelliger Zugänge und das Ermöglichen kollaborativer Prozesse zur Teilhabe an Transformationsentwicklungen eine maßgebliche Rolle. Das Programm Digital Solitude möchte künstlerisch-wissenschaftliche Forschung mit zukunftsweisenden technischen Entwicklungen verbinden. Digitale Praxisfelder werden nachhaltig mit Werten und Methoden der Künste verwoben.

Der Digital Solitude-Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Ausschreibungen und Projekte aus dem Programm Web Residencies sowie über Offline- und Onlineangebote des Themenclusters Digital Solitude und vermittelt die neuesten Inhalte aus dem Solitude Journal und dem Solitude Blog. 

Stipendium Praxisfeld DIGITAL 

Das Praxisfeld DIGITAL ist disziplin- und aktionsübergreifend angelegt. Bewerben können sich Künstler*innen, Aktivist*innen, Expert*innen und Kreative, ebenso wie Coder*innen, Hacker*innen und Journalist*innen, die im digitalen Bereich arbeiten und forschen oder diesen als aktiven Handlungsraum verstehen. Die Stipendien werden im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden regulären Ausschreibung der Akademie Schloss Solitude von zwei Juror*innen vergeben. 

Digital Solitude bietet sowohl online als auch offline großen Spielraum für unterschiedliche Formen der Teilnahme und Teilhabe. Stipendiat*innen können an der Redaktion und Veröffentlichung von Inhalten für das Solitude Journal und den Solitude Blog mitwirken, eigene Projekte oder auch Workshops – zum Beispiel in Kooperation mit Stuttgarter Hochschulen – realisieren.

 

Web Residencies

Mit ihren Web Residencies fördert die Akademie Schloss Solitude seit 2016 (von 2017 bis 2020 gemeinsam mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien) Künstler*innen, Designer*innen, Cyborgs, Hacker*innen und Forscher*innen, die den digitalen Raum nutzen. Das Programm findet ausschließlich online statt. Dreimal im Jahr gibt es Open Calls, die von eingeladenen Expert*innen oder Kollektiven kuratiert werden. Bei jedem Call wählen die Kurator*innen vier Personen oder Kollektive für eine vierwöchige Web Residency aus. Die Arbeitsprozesse und -ergebnisse werden online präsentiert.

Zudem vergibt die Akademie Schloss Solitude einmal jährlich der Produktionspreis HASH an ein herausragendes Web-Residency-Projekt. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und wird von der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg gefördert.

Online Publishing – Journal & Blog

Die Publishing-Formate der Akademie Schloss Solitude geben einer multiperspektivischen Welt und vielfältigen Wissensformen eine Öffentlichkeit und gestalten den digitalen Raum als transkulturellen und transdisziplinären Raum der Wissensproduktion.

Das Solitude Journal vermittelt aktuelle Themen der Akademie Schloss Solitude und erscheint mehrmals jährlich als Online- und Printmagazin. Das Solitude Journal präsentiert eine Auswahl eigens für dieses Format konzipierter Beiträge und ermöglicht eine diskursive und vertiefende Auseinandersetzung mit bestimmten Themenclustern. Es vereint unterschiedlichste künstlerische und wissenschaftliche Haltungen und erkundet Formen des Publizierens und Schreibens als kollektiven und kuratorischen Prozess.

Der Solitude Blog ist eine transdisziplinäre Onlineplattform für die Publikation und Vermittlung von journalistischer, literarischer und künstlerischer Arbeit sowie künstlerisch-wissenschaftlicher Forschung. Die Plattform diskutiert gemeinsam mit Stipendiat*innen, den Web Residents und dem Solitude Netzwerk aktuelle Themen aus Kunst, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft. Das Format Studio Visits bieten Einblicke in die Studios und die aktuelle Arbeit internationaler Künstler*innen, Kurator*innen und Wissenschaftler*innen. Das Journal, der Blog und die Studio Visits ermöglichen die Sichtbarkeit des Solitude-Netzwerks aus Alumni, Expert*innen und Freund*innen aus über 120 Ländern sowie die Förderung neuer künstlerischer und politischer Stimmen und kollektiver Diskurse. 

Schlosspost, die Onlineplattform der Akademie Schloss Solitude von 2015 bis 2020, bleibt als offenes Archiv mit rund 1.800 Beiträgen frei zugänglich.

 

Learning Units – Online Events & Workshops

Learning Units sind loses Cluster aus Online-Events, Workshops und partizipativen Formaten, initiiert durch  die Akademie Schloss Solitude, Digital Solitude und das Solitude-Netzwerk. Learning Units zeigen die Notwendigkeit auf, alternative Handlungsweisen und Anwendungsmethoden zu entwickeln und diese zu teilen. Auf diese Weise fördert das Format kollektive Teilhabe und Zugang zu Wissen. Sein Schwerpunkt liegt sowohl auf dem technologiebasierten Knüpfen und Pflegen von sozialen Beziehungen und Räumen als auch auf der Weitergabe von Wissen über digitale Kulturen. Die Learning Units laden im Besonderen dazu ein, zusammen mit aktuellen und ehemaligen Stipendiat*innen, Web-Residents und Expert*innen Modelle zu diskutieren, die neue Realitäten artikulieren und dazu ermutigen, sich in und zwischen analogen und digitalen Territorien, Netzwerken und Welten zu bewegen.

  1. Referent, Leitung | Digital Solitude und Web Residencies: Thomas Dumke

    Referentin | Digital Solitude und Publishing: Denise Helene Sumi

    Die im Rahmen von Digital Solitude vergebenen Stipendien, das Journal, der Blog, die Learning Units sowie die Web Residencies werden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg finanziert.