Juli 19, 2021

tinyMONDAY: »Mutationen in der Stadtentwicklung: Pilze als gesellschaftliche Akteure und Ideengeber«

Datum: Juli 19, 2021, 19:00 Uhr

Dauer: Juli 19, 2021

Ort: Online via Zoom

Info:

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Design: Stegmeyer Fischer Creative Studio

Die KfW Stiftung kooperiert mit der Initiative tinyBE − Living in a Sculpture und beteiligt sich mit der Gestaltung eines tinyMONDAYS in Kooperation mit der Akademie Schloss Solitude. Dafür werden inhaltliche Überlegungen aus dem diskursiven Programm im Rahmen des Projekts Mutationen mit der Akademie Schloss Solitude weiterentwickelt.

Unter dem Titel Mutationen in der Stadtentwicklung: Der Pilz als gesellschaftlicher Akteur und Ideengeber diskutiert Maxwell Mutanda (Designer, Wissenschaftler und Künstler, Simbabwe, und Stipendiat der Akademie im Programm Mutationen) mit Prof. Dr. Vera Meyer (Biotechnologin und Künstlerin, TU Berlin) und Sven Pfeiffer (Architekt und Designer, HS Bochum) vom Kollektiv MY-CO-X:

Das Potenzial von Pilzen wird weithin unterschätzt – als unkontrollierbarer Kollaborateur geben sie hoch entwickelte Strukturen vor und öffnen damit Spiel- und Denkräume für neue Konzeptionen. In den Pilzbiotechnologien sind sie Forschungsgegenstand für nachhaltige Baustoffe geworden und gestalten zugleich künstlerische Experimente mit. Welche Bedeutung haben Pilze als Ideengeber für eine nachhaltige und zugleich innovative Zukunft? Und welche Perspektiven öffnen künstlerische Impulse auf wissenschaftliche Fragestellungen?

Ein Gespräch zur vielseitigen Bedeutung der Pilze, in dem sich Expertisen aus Kunst, Architektur, Biodiversität und Wissenschaft begegnen.

tinyBE
Ausgangspunkt des Gesprächs ist die bewohnbare Skulptur MY-CO SPACE, die aus einem neuartigen Baustoff von Pilzkulturen errichtet wurde und vom 26. Juni bis 26. September 2021 im Metzlerpark in Frankfurt am Main installiert wird. Das Projekt des Kollektivs MY-CO-X hinterfragt, was und wie wir Menschen von pilzlichen Kulturen, Netzwerken und Architekturen lernen können. Das interdisziplinäre Gemeinschaftswerk ermöglicht eine künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung über eine zukünftige gesellschaftliche Bedeutung von Pilzen (lat. mycota) für die Erschaffung von Orten und Räumen. Interessierte können eine Übernachtung oder einen kurzen Aufenthalt in der Skulptur buchen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Maxwell Mutanda ist multidisziplinärer Forscher, bildender Künstler und Designer. Er verbindet akribisch-detaillierte Collagen und architektonische Praxis, um nachhaltiges partizipatorisches Design zu schaffen. Er ist Mitbegründer des Designforschungsbüros Studio [D] Tale, das sich disziplinenübergreifend mit sozialen und ökologischen Fragen befasst, darunter Architektur, städtischer Nahverkehr, Migration und Produktinnovation. maxwellmutanda.com

Das Kollektiv MY-CO-X, gegründet von Prof. Dr. Vera Meyer (TU Berlin) und Prof. Sven Pfeiffer (HS Bochum) arbeitet seit 2020 zusammen. Die Biotechnologin und der Architekt sowie acht weitere Künstler*innen, Pilzbiotechnolog*innen und Designer*innen verbinden in ihren Werken naturwissenschaftliche und biotechnologische Forschung mit künstlerischen und designbasierten Experimenten. Das Kollektiv agiert als konstruktiver und kritischer Ideengeber und Kommunikator wissenschaftlicher Fragestellungen im Kunstfeld. Flora, Fauna und Funga bilden die am weitest entwickelten Organismen auf unserer Erde, formen und bestimmen diese. Pilze als aktive Agenten des Menschen und rein pflanzliches Material könnten zukünftig sowohl im Kunst – als auch im alltäglichen Bereich als nachhaltige Rohstoffe eingesetzt werden.

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